Alle Artikel mit dem Schlagwort: Hafen

6 Tage nach dem Beben

Hier nochmals wie versprochen ein kleines Update: 6 Tage sind seit dem Seebeben vergangen und alles geht inzwischen seinen normalen Gang. Es gibt immer noch messbare Nachbeben, jedoch haben die meisten meiner Freunde noch ich oder Familie davon was mitbekommen. Laut der lokalen Nachrichten sind ca. 30 Häuser schwer vom Erdbeben beschädigt und unbewohnbar, jedoch ist keiner obdachlos, sondern alle bei Freunden oder Familie untergekommen. Zwei Hotels wurden geschlossen (Continental Palace und Saint Constantine). Die Renovierungs- und Aufbauarbeiten haben begonnen und somit  ist inzwischen einiges abgesperrt. Touristen bummeln durch die Stadt und leider auch hier wieder festzustellen, dass die meisten das Objektiv auf die minimale Zerstörung gerichtet haben, anstatt sich an dem Erhaltenen zu erfreuen. Einige Ausgrabungen sind ja schon mehr als 2000 Jahre alt und haben das Beben ohne Schäden überstanden. Unser Minizug und größtes Verkehrshindernis für uns Einheimische fährt wieder 🙂 Die Ausflugsboote zu den umliegenden Buchten und Inseln laufen wieder aus (trotz verschobener Bodenplatten). Auch die Ausflüge in die Türkei finden statt, wenn auch von der anderen Seite des Hafens. Lediglich die …

Kos – 36 Stunden nach dem Beben

Eigentlich wollte ich ja keinen aktuellen Artikel über das Erdbeben schreiben, sondern später einen Beitrag über den Aufbau und die Rekonstruktion einiger Gebäude und Monumente. Aber nachdem die Medien wieder Mist erzählen, viele Gäste auch den Fokus nur auf das Schlechte und Zerstörte legen, doch nun hier ein paar klärende Worte: Es ist richtig, die Erde hat gewackelt, und zwar richtig. Ich wohne oberhalb von Kos Stadt, nur wenige Meter Luftlinie vom Asklepion entfernt. Auch ich bin sehr erschrocken und voller Panik zu meiner Tochter ins Zimmer gerannt und nachdem wir nach einem kurzen „Hauscheck“  keine großen Schäden feststellen konnten , haben wir uns natürlich sofort bei Freunden nach deren Wohlbefinden erkundigt. Die restliche Nacht war kurz, da des immer noch Nachbeben gab und man ja auch nicht weiß, ob es nochmals zu einem gewaltigen „Ruckeln“ kommt. Schon nachts wurde bekannt, dass das Dach einer Bar einstürzte, 2 Menschen dadurch starben, einige Gebäude beschädigt wurden und das Minarett einstürzte. Auch war das Meer kurzweilig aufgewühlt und viele Einwohner von Kos Stadt fuhren mit den Autos …

Kos-Stadt

Mit ca. 22.000 Einwohner klein und übersichtlich. Ein Verlaufen ist so gut wie unmöglich. Der Hafen ist fast von überall sichtbar und ein guter Orientierungspunkt. Fischerboote als auch viele Ausflugsboote ankern dort, umrahmt von den imposanten Mauern der Johanniterburg. Die Burg kann man täglich besichtigen (außer montags, 4 € Eintritt), jedoch stehen hauptsächlich nur noch die Außenmauern die einen schönen Panoramablick auf den Hafen bieten. Direkt vor dem Zugang zur Burg steht die Platane des Hippocrates, angeblich der älteste Baum Europas. Wäre das Gerüst nicht, würde er wahrscheinlich in sich zusammenbrechen. Hinter der Polizeistation oder unterhalb vom Marktplatz ist die Barstraße: Viele kleine Bars und Kneipen sind dicht aneinandergereiht, am Tage sehr unscheinbar, aber in der Hauptsaison am Abend sehr überfüllt: Viele junge Leute aller Nationen feiern dort bis in die frühen Morgenstunden. Auf dem Marktplatz liegt das Museum sowie die Markthalle, die eine große Auswahl an lokalen Gewürzen, Obst, Gemüse, Honig, Olivenöl, Ouzo, Wein, Kosmetika, Souvenirs aus Holz und Keramik anbietet. Täglich bis abends spät geöffnet. Auf der anderen Seite der Markthalle liegen einige …