Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kirche

6 Tage nach dem Beben

Hier nochmals wie versprochen ein kleines Update: 6 Tage sind seit dem Seebeben vergangen und alles geht inzwischen seinen normalen Gang. Es gibt immer noch messbare Nachbeben, jedoch haben die meisten meiner Freunde noch ich oder Familie davon was mitbekommen. Laut der lokalen Nachrichten sind ca. 30 Häuser schwer vom Erdbeben beschädigt und unbewohnbar, jedoch ist keiner obdachlos, sondern alle bei Freunden oder Familie untergekommen. Zwei Hotels wurden geschlossen (Continental Palace und Saint Constantine). Die Renovierungs- und Aufbauarbeiten haben begonnen und somit  ist inzwischen einiges abgesperrt. Touristen bummeln durch die Stadt und leider auch hier wieder festzustellen, dass die meisten das Objektiv auf die minimale Zerstörung gerichtet haben, anstatt sich an dem Erhaltenen zu erfreuen. Einige Ausgrabungen sind ja schon mehr als 2000 Jahre alt und haben das Beben ohne Schäden überstanden. Unser Minizug und größtes Verkehrshindernis für uns Einheimische fährt wieder 🙂 Die Ausflugsboote zu den umliegenden Buchten und Inseln laufen wieder aus (trotz verschobener Bodenplatten). Auch die Ausflüge in die Türkei finden statt, wenn auch von der anderen Seite des Hafens. Lediglich die …

Fahrradtour

Kos ist ja bekannt als Fahrrad Insel und besonders der Norden von Kos Stadt bis Marmari – und für jeden gut mit dem Fahrrad machbar. Holländische Verhältnisse eben. In Kos Stadt sind die Radwege teils breiter als die Straßen für die Autos und im Hochsommer auch sehr stark frequentiert. Sehr beliebt ist die Strecke von Kos Stadt nach Tigaki und umgekehrt. Es gibt auf dieser Route zwar keinen Fahrradweg, aber eine kleine Seitenstraße, parallel zum Meer, die bis Tigaki (oder natürlich auch umgekehrt von Tigaki nach Kos) führt. Dieser Straße ist aber deutlich auf jeder Inselkarte eingezeichnet und bedarf keiner besonderen Beschreibung 🙂 Die Fahrradtour die ich im Angebot habe ist meine Lieblings- Kurztour: Nicht anstrengend und nur ein paar Kilometer lang, perfekt um nach einem langen Arbeitstag den Kopf frei zu bekommen, dazu bestückt noch mit ein paar Highlights: Ausgangspunkt ist der große Parkplatz zwischen dem antiken Odeon und Casa Romana Richtung Ambavri. Die ersten paar hundert Meter geht es etwas bergauf, der Rest der Tour ist aber eben- versprochen 😉 Nachdem die Strecke …

Friedhöfe

Eigentlich ein komisches Thema für ein Feriengebiet, aber mich haben Friedhöfe verschiedener Kulturen schon immer fasziniert: Selbst in europäischen Ländern unterscheiden sich die Bestattungen und Ruhestätten: Beerdigungen sind in Griechenland sehr emotional, für mich an Tragik nicht zu überbieten und schwer zu ertragen: (nun ja, schön sind ja alle Beerdigungen nicht..) Es beginnt mit der der Aufbahrung des Toten zuhause, so dass alle Familienmitglieder und Freunde genügend Zeit haben um Abschied zu nehmen. Tradition sind auch noch die „Klageweiber“, die während der gesamten Zeit mit der trauernder Familie den Verlust durch Wehklagen und Jammern zum Ausdruck bringt. Am Tag der Beerdigung folgt dann die Familie zu Fuß dem Leichenwagen zur Kirche, die Haustüre bleibt offen, so daß der Geist und die Seele den Weg nach draußen findet. Auch die Trauerfeier in der Kirche findet bei geöffnetem Sarg statt.  Auf dem Friedhof wird dann der Sarg ein letztes Mal geöffnet, das Gesicht nach Osten gedreht (in Richtung Eden) und mit einem Leintuch mit dem Abbild von Jesus Christus oder eines Kreuzes abgedeckt. Der Sarg wird mit Öl …

Wanderung Palio Pyli

Palio Pyli, übersetzt auch Old/Alt Pyli genannt, liegt oberhalb von Pyli, ist aber leider nicht mit dem Bus erreichbar, sondern nur mit eigenem Fahrzeug – für mich eines der schönsten Fleckchen der Insel. Auf der Straße nach Pyli geht links eine Abzweigung ab nach Palio Pyli (beschildert). Das Auto könnt ihr bei der Quelle parken. Die Wanderung ist eigentlich gut beschildert, anbei aber nochmals die Strecke in Googlemaps 🙂 Palio Pyli war im Byzantinischen Reich die Hauptstadt, die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut, die Lage für damalige Verhältnisse perfekt- man hatte die Sicht bis zur Osmanischen Küste, aber die Festung war vom Meer kaum sichtbar und somit vor Piraten Angriffen gut geschützt. Gestern war es sehr bewölkt und die ganze Festung und Aussicht wirkte fast mystisch. Auch in der Hauptsaison verirren sich sehr wenige Touristen auf die Festung und man fühlt sich in den alten Ruinen in ein anderes Zeitalter versetzt. Die meisten Gebäude und Häuser sind stark verfallen: Das Dorf stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1830 nach einer Chloreaepidemie verlassen. . …

Kos-Stadt

Mit ca. 22.000 Einwohner ist die Hauptstadt der Insel, Kos Stadt klein und übersichtlich. Ein Verlaufen ist so gut wie unmöglich. Der Hafen ist fast von überall sichtbar und ein guter Orientierungspunkt. Fischerboote als auch viele Ausflugsboote ankern dort, umrahmt von den imposanten Mauern der Johanniterburg. Die Burg kann man täglich besichtigen (außer montags, 4 € Eintritt), *Aktualisierung 25.02.2018- seit dem Erdbeben geschlossen* jedoch stehen hauptsächlich nur noch die Außenmauern die einen schönen Panoramablick auf den Hafen von Kos Stadt bieten. Direkt vor dem Zugang zur Burg steht die Platane des Hippocrates, angeblich der älteste Baum Europas. Wäre das Gerüst nicht, würde er wahrscheinlich in sich zusammenbrechen. Hinter der Polizeistation oder unterhalb vom Marktplatz ist die Barstraße: Viele kleine Bars und Kneipen sind dicht aneinandergereiht, am Tage sehr unscheinbar, aber in der Hauptsaison am Abend sehr überfüllt: Viele junge Leute aller Nationen feiern dort bis in die frühen Morgenstunden. Auf dem Marktplatz von Kos Stadt liegt das Museum als auch die Markthalle: Dort wird eine große Auswahl an lokalen Gewürzen, Obst, Gemüse, Honig, Olivenöl, Ouzo, Wein, …