Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sehenswürdigkeiten

Katzen auf einer Bank am Hafen

Kos Stadt im Winter

Das Wetter ist sehr regnerisch die letzten Wochen, -nicht unbedingt einladend um euch eine Wanderung oder Fahrradtour zu präsentieren. Aber einen Spaziergang durch Kos Stadt kann man auch bei unbeständigen Wetter machen. 😉 In Kos Stadt sind auch im Winter viele  Geschäfte, Cafés und Restaurants geöffnet, trotzdem findet man mich aber  eher bei langen Spaziergängen in der Natur oder am Strand als in der Stadt. Samstags hat meine Tochter allerdings immer in Kos Stadt Deutschunterricht, somit für mich die ideale Gelegeneheit einen Spaziergang dort zu machen. Aufgrund des unbeständigen Wetters waren wir fast alleine  unterwegs. Ich glaube die wenigsten von euch kennen den Marktplatz ohne Menschen 😉 Wie ihr seht sind viele der Erdbebenschäden noch nicht behoben. Zwar teilweise als Baustelle gekennzeichnet, aber leider wird daran nicht gearbeitet. Ob es nun an mangelnden finanaziellen Mitteln liegt, oder an dem doch recht entspannten Wintermodus der Griechen ( oder das es ein Samstag war ), kann ich euch leider nicht sagen. Allerdings ist es nichts Ungewöhnliches, wenn erst kurz vor, oder mit Saisonbeginn an der Infrastruktur der …

Hippocrates Garden

Der Hippocrates Garden gehörte früher leider eher zu den unbekannten Sehenswürdigkeiten der Insel. Die Anlage befindet sich irgendwo zwischen Mastihari und Kefalos, mitten in der Pampa. (ist aber ausgeschildert). In den Jahren wurde der Garten von Julie immer bekannter, und obwohl  er nicht einfach zu finden ist, und auch keine organisierte Ausflüge bei Julie vorbeikommen (Gott sei Dank) „verirren“ sich immer mehr Touristen in den Garten. Der Garten ist eine kleine Reise in die Vergangenheit und wurde von Julie errichtet um die Geschichte von Kos und Griechenland wieder aufleben zu lassen, als auch auf die Nachhaltigkeit der Natur aufmerksam zu machen. Die Anlage ist eine Nachbildung einer Siedlung aus der Zeit von Hippokrates,  und somit aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Hippokrates gilt als Vater der Medizin und verbreitete sein Wissen in Griechenland als auch in Kleinasien. Besonders bekannt hier auf Kos ist das Asklepion eine alte Heilstätte, jedoch ist das etwas älter als der Hippocrates Garden 😉 Ich habe den Garten vor Jahren schon einmal besichtigt und war damals schon sehr begeistert von der Ruhe und dem …

Die Windmühle von Antimahia

Ich habe ja einen ganz besonderen Bezug zu der Windmühle: In meiner ersten Saison als Reiseleiterin 1993 hatte ich eine Wohnung direkt neben der Windmühle. Unter mir ein Kindergarten, neben mir ein „Kafenion“ (ein typisch griechisches Kaffeehaus). Zum Telefonieren musste ich in den einzigen Supermarkt des Ortes und stand dann telefonierend im Lager zwischen Kernseife und Waschmittel. Schon damals konnte ich täglich von meinem Balkon beobachten wie ein älterer Herr, ich glaube, er hieß Dimitris, die Segeltücher der Windmühle aufrollte. Die Geschichte der Windmühle geht zurück bis in das 19. Jahrhundert und sie ist mehr als 130 Jahre alt. Der erste eingetragene Besitzer und Betreiber der Mühle war der Priester des Dorfes, Ioannis Amallos. Er war auch derjenige, der die Windmühle nach dem großen Erdbeben 1933 wieder restaurierte und bis Ende der 70´er Jahre in Betrieb gehalten hat. Früher kamen die Menschen von allen Teilen der Insel mit ihren Eseln und brachten Getreide. Der Müller und sein Assistent wurden bezahlt, indem sie einen Teil des Mehls behalten durften. Viele Jahre war die Windmühle nicht mehr …

Das Asklepion

Ich war das 1. Mal 1993 im Asklepion und es hat mich damals schon sehr beeindruckt, obwohl ich nicht sonderlich geschichtlich interessiert bin. Aber zu sehen, dass die antiken Heilstätten schon damals den heutigen Krankenhäuser sehr ähnlich sind, hat mich schon sehr fasziniert. Und bis heute besuche ich die Kultstätte eigentlich jährlich im Winter oder Frühjahr und genieße die Ruhe und Aussicht. In solchen Momenten wird mir auch immer bewußt, was für ein Sandkorn in der Weltgeschichte ich selbst bin und wundere mich ob es die Welt in weiteren 2000 Jahren noch gibt? Entwickeln wir uns vorwärts oder zurück? Warum wurde das Asklepion gerade dort gebaut? Und warum auf Kos? Gab es hier heilende Quellen, besondere Kräuter oder Energiefelder? Fragen, die mir niemand mehr mit Sicherheit beantworten kann. Laut Wikpedia gibt es ca. 300 Asklepions, aber das auf Kos gehört zu den bekanntesten als auch zu den schönsten weltweit und abgesehen von der Geschichte hat es eine tolle Lage mit einem Blick über Kos Stadt bis zur türkischen Küste. Was ist überhaupt ein Asklepion? Ein …

Wanderung Palio Pyli

Palio Pyli, übersetzt auch Old/Alt Pyli genannt, liegt oberhalb von Pyli, ist aber leider nicht mit dem Bus erreichbar, sondern nur mit eigenem Fahrzeug – für mich eines der schönsten Fleckchen der Insel. Auf der Straße nach Pyli geht links eine Abzweigung ab nach Palio Pyli (beschildert). Das Auto könnt ihr bei der Quelle parken. Die Wanderung ist eigentlich gut beschildert, anbei aber nochmals die Strecke in Googlemaps 🙂 Palio Pyli war im Byzantinischen Reich die Hauptstadt, die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut, die Lage für damalige Verhältnisse perfekt- man hatte die Sicht bis zur Osmanischen Küste, aber die Festung war vom Meer kaum sichtbar und somit vor Piraten Angriffen gut geschützt. Gestern war es sehr bewölkt und die ganze Festung und Aussicht wirkte fast mystisch. Auch in der Hauptsaison verirren sich sehr wenige Touristen auf die Festung und man fühlt sich in den alten Ruinen in ein anderes Zeitalter versetzt. Die meisten Gebäude und Häuser sind stark verfallen: Das Dorf stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1830 nach einer Chloreaepidemie verlassen. . …

Kos-Stadt

Mit ca. 22.000 Einwohner ist die Hauptstadt der Insel, Kos Stadt klein und übersichtlich. Ein Verlaufen ist so gut wie unmöglich. Der Hafen ist fast von überall sichtbar und ein guter Orientierungspunkt. Fischerboote als auch viele Ausflugsboote ankern dort, umrahmt von den imposanten Mauern der Johanniterburg. Die Burg kann man täglich besichtigen (außer montags, 4 € Eintritt), *Aktualisierung 25.02.2018- seit dem Erdbeben geschlossen* jedoch stehen hauptsächlich nur noch die Außenmauern die einen schönen Panoramablick auf den Hafen von Kos Stadt bieten. Direkt vor dem Zugang zur Burg steht die Platane des Hippocrates, angeblich der älteste Baum Europas. Wäre das Gerüst nicht, würde er wahrscheinlich in sich zusammenbrechen. Hinter der Polizeistation oder unterhalb vom Marktplatz ist die Barstraße: Viele kleine Bars und Kneipen sind dicht aneinandergereiht, am Tage sehr unscheinbar, aber in der Hauptsaison am Abend sehr überfüllt: Viele junge Leute aller Nationen feiern dort bis in die frühen Morgenstunden. Auf dem Marktplatz von Kos Stadt liegt das Museum als auch die Markthalle: Dort wird eine große Auswahl an lokalen Gewürzen, Obst, Gemüse, Honig, Olivenöl, Ouzo, Wein, …