Wir befinden uns ja gerade in der griechisch – orthodoxen Fastenzeit, die am „sauberen Montag“ sprich am griechischen Rosenmontag beginnt und am Ostersonntag endet.
Dieses Jahr liegt das griechische Ostern zeitgleich mit Ostern in Deutschland.
Jedoch findet das griechisch-orthodoxe Osterfest meist an einem anderen Datum statt – zwar immer am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond, doch folgen die Kirchen unterschiedlichen Kalendern: die orthodoxe dem Julianischen Kalender, die katholische und evangelische dem Gregorianischen Kalender.
In den sieben Wochen vor Ostern wird auf tierische Produkte verzichtet, aber hingegen der veganen Ernährung sind Honig und Meeresfrüchte sind erlaubt.
Ich ernähre mich seit Jahren vegetarisch und obwohl ich eigentlich sehr gerne koche, fehlt mir doch oft die Muse, und im Sommer dann definitiv die Zeit für ausgiebige Kochorgien.  Im Alltag müssen für mich Rezepte schnell gehen und einfach zum Umsetzen zu sein. Meine jüngere Tochter ist auch Vegetarierin, der Rest der Familie aber nicht, somit koche ich auch gerne Gerichte, zu denen man noch Fleisch oder Wurst dazu servieren kann.
Wir kochen nicht sehr oft griechisch, aber diese veganen Rezepte gibt es dann doch hin und wieder, obwohl wir nicht fasten.

Briam
ein einfaches sommerliches Gericht mit viel Gemüse, im Ofen gegart. Eigentlich kann man zu Briam sämtliche Gemüsesorten nehmen, verbindlich sind jedoch Tomaten, Zucchini und eigentlich Auberginen. Jedoch sind wir alle keine Auberginen Fans, so dass wir nur wenig bzw.  gar keine Auberginen nehmen. Briam schmeckt übrigens auch kalt 🙂

Rezept (2 Personen)

  • 6 Kartoffeln
  • 2 rote und 2 grüne Paprika
  • 2 Zucchini
  • 1 Aubergine
  • 1 Karotte
  • 2 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Tomaten
  • 250 ml passierte Tomaten
  • Oregano, Majoran,
  • Salz, Pfeffer
  • Paprika edelsüß
  • 100 ml Olivenöl (oder weniger)
  • 250 ml Wasser
  • frische Gartenkräuter (nach Belieben)

Die Mengenangaben der Gemüsesorten sind an unseren Geschmack angepasst, können aber je nach Bedarf ausgetauscht oder erweitert werden. Für die nicht vegane Variante natürlich auch erweiterbar mit Feta Käse.
Das gewaschene Gemüse und die Kartoffeln in grobe Stücke schneiden, den Knoblauch fein würfeln, würzen und alles mit den passierten Tomaten in eine Auflaufform füllen. Das Wasser und das Olivenöl untermischen und würzen.

Bei 200°C ca. 1 Stunde im Ofen garen.
Alle 15 Minuten etwas umrühren und evtl. noch Wasser nachfügen.

Briam
Briam

Gigantes, weiße Bohnen
generell bin ich nicht so ein Bohnenfan, und auch eher nicht jemand der das Essen im Voraus plant, sondern eher spontan kocht.
Jedoch isst der Rest der Familie recht gern Bohnen, und am liebsten sind uns dann doch alle die Gigantes.
Trotz der langen Einweich- Koch- als auch Garzeit im Ofen ein einfaches Essen, und ich muss zugeben mir schmecken die selbstgekochten dann meist besser als die in der Taverne. Liegt wahrscheinlich daran, dass wir weniger Öl verwenden.

Rezept (2 Personen)

  • 350 g Riesenbohnen
  • Olivenöl zum Anbraten
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Karotte
  • 2 Paprika
  • 2 Knoblauchzehe
  • 250 g passierte Tomaten
  • 250 ml Wasser
  • Salz, Pfeffer
  • 40 g Tomatenmark
  • Oregano
  • evtl. getrocknete Gartenkräuter
  • 200 ml Wasser für die Auflaufform
  • 40 ml Olivenöl für die Auflaufform

Die Riesenbohnen am besten über Nacht, jedoch mindestens 12 Stunden in Wasser einweichen. Danach das Wasser abgießen und die Bohnen mit frischem Wasser zum Kochen bringen und ca. 2 Stunden köcheln lassen.
Für die Sauce Karotte, Zwiebeln, Paprika und Knoblauch fein hacken, dann mit etwas Olivenöl in der Pfanne andünsten. Die passierten Tomaten, das Tomatenmark und das Wasser hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer gut würzen, kurz aufkochen lassen.
Die gekochten Bohnen zusammen mit der Sauce in eine Auflaufform füllen, mit Oregano und (falls vorhanden) mit getrockneten Gartenkräuter würzen. Mit nochmals 200 ml Wasser und dem Olivenöl mischen.
Die Riesenbohnen bei 180º C ca. 1,5 Stunden garen.
Eventuell während des Backens nochmals etwas Wasser hinzufügen. Die Bohnen sind gar, wenn sie sehr weich sind und die Flüssigkeit fast verdampft ist. Dazu gibt es Salat und/oder Weißbrot.

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Gigantes

Tomatenreis
Ich liebe Reis in sämtlichen Variationen, und der Tomatenreis ist eines meiner Lieblingsreisgerichte. Schnell zubereitet, durch die Tomaten bekommt das Ganze eine sommerliche Note, und ist wie alle Reisgerichte gut sättigend.

Rezept (2 Personen)

  • 100 g Langkornreis
  • 2 große Fleischtomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 ml Wasser
  • etwas Chili der Cayenne Pfeffer
  • Paprika edelsüß
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • nach Möglichkeit frische Kräuter (ansonsten getrocknete)

Die Tomaten mit heißem Wasser übergießen und die Haut abziehen, danach mit dem Stabmixer pürieren. Das Olivenöl im Topf erhitzen, die kleingeschnittene Zwiebel und Knoblauchzehe glasig dünsten, dann den Reis hinzufügen. Rühren bis der Reis glasig ist, dann die pürierten Tomaten und das Wasser dazugeben. Mit Salz, Pfeffer, Paprika, Zucker und Chili würzen und bei geschlossenem Deckel und niedriger Temperatur köcheln lassen. Den Reis nicht mehr umrühren. Der Reis ist fertig wenn die Flüssigkeit verdampft ist (nach ca. 20 min).
Evtl. noch mit frischen Gartenkräutern garnieren.

Tomatenreis
Tomatenreis

Gebratene Zucchini
Zucchini ist ein fester Bestandteil der griechischen Küche, jedoch sind sie mir in den Tavernen entweder zu weichgekocht oder zu ölig. Die Griechen nehmen zum Braten immer sehr viel Olivenöl, und das kalorienarme Gemüse wird dadurch schnell zur Kalorienbombe, ich bin da etwas dezenter 😉

Rezept (2 Personen)

  • 4 kleine Zucchini
  • Olivenöl zum Anbraten
  • Salz, Pfeffer
  • frische Gartenkräuter (oder getrocknet)

Für die Sauce:

  • Saft einer Zitrone
  • 3 EL Olivenöl

Die Zucchini längs halbieren und mit etwas Olivenöl in der Pfanne von beiden Seiten anbraten. (ca. 2 Minuten pro Seite). Fertig gebratene Zucchini dann mit dem Gemisch aus Zitronensaft und Olivenöl übergießen. Salzen, pfeffern und mit Gewürzen garnieren. Fertig 😉

Veganer Hefezopf
die ganze Familie ist eigentlich gern süß, aber wer kann sich schon jeden Tag Schoko Kuchen gönnen? Ich gehöre leider zu der Kategorie Frauen, die vom bösen, gefährlichen Bauchfett magisch angezogen wird.
Ich gebe zu, dass Rezept ist mit der Mandelmilch nicht traditionell griechisch, aber für mich die perfekte kalorienarme Mischung zwischen schwäbischen und griechischem Hefezopf.

Rezept:

  • 500 g Mehl
  • 1 Pck. frische Hefe
  • 280 ml Mandelmilch
  • 50 g Zucker
  • 50 g Margarine
  • 1 Prise Salz
  • etwas Mandelmilch zum Bestreichen

Alle Zutaten miteinander mischen, die Mandelmilch langsam zufügen. Mit Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten.  In einer abgedeckten Schüssel mindestens eine halbe Stunde gehen lassen.  Den Teig nochmals kurz durchkneten, in drei gleichgroße Stränge rollen und einen Zopf flechten. Mit etwas Mandelmilch bestreichen.

Den Zopf bei 200 °C ca. 20 Minuten backen (Umluft)

Ich wünsche Kali Orexi (Guten Appetit)

 

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