Der Hippocrates Garden gehörte früher leider eher zu den unbekannten Sehenswürdigkeiten der Insel. Die Anlage befindet sich irgendwo zwischen Mastihari und Kefalos, mitten in der Pampa. (ist aber ausgeschildert).
In den Jahren wurde der Garten von Julie immer bekannter, und obwohl  er nicht einfach zu finden ist, und auch keine organisierte Ausflüge bei Julie vorbeikommen (Gott sei Dank) „verirren“ sich immer mehr Touristen in den Garten.
Der Garten ist eine kleine Reise in die Vergangenheit und wurde von Julie errichtet um die Geschichte von Kos und Griechenland wieder aufleben zu lassen, als auch auf die Nachhaltigkeit der Natur aufmerksam zu machen.
Die Anlage ist eine Nachbildung einer Siedlung aus der Zeit von Hippokrates,  und somit aus dem 5. Jahrhundert vor Christus.
Hippokrates gilt als Vater der Medizin und verbreitete sein Wissen in Griechenland als auch in Kleinasien. Besonders bekannt hier auf Kos ist das Asklepion eine alte Heilstätte, jedoch ist das etwas älter als der Hippocrates Garden 😉


Ich habe den Garten vor Jahren schon einmal besichtigt und war damals schon sehr begeistert von der Ruhe und dem detailgetreuen Nachbau.
Schon die überdachte Terrasse am Eingang mit den handbemalten Stühlen und den Palettenmöbeln weisen auf die Liebe zum Detail der Erschafferin hin.

Die Gartenanlage wurde teils mit Hilfe von Schulklassen gepflanzt und angelegt.
In dem wilden Garten zwischen den Statuen gibt es viele lokale Kräuter, Bäume und Blumen. Die ganze Flora und Fauna ist liebevoll beschriftet und wer sich etwas mit Alternativ Medizin beschäftigt, wird hier feststellen, dass die Heilkräfte vieler Kräuter schon damals bekannt waren.

Oikos
ein traditionell nachgebautes Wohnhaus

Die Architektur wurde von Überlieferungen übernommen und die Möbel sind handgefertigte, original getreue Nachbildungen von Küche, Bad- und Wohnzimmer. Tafeln helfen mit kurzen, aber deutlichen Erklärungen weiter.
Ich persönlich finde es ja immer ganz furchtbar, wenn man stundenlang auf solchen Tafeln irgendwelche schwer verständlichen Texte liest und nachher genauso schlau ist wie vorher. 🙂

In der Philosophen Arkade gibt es ein Mosaikboden aus Kieselsteinen (den hätte ich gern zuhause) und an den Wänden Nachbildungen von alten Gemälden, als auch von medizinischen Instrumenten der Antike.


Außerdem gibt es noch ein kleines Museum mitschon fast antiken landwirtschaftlichen Geräten von Julies Familie.

Dazu noch ein aus Natursteinen gebautes Theater für kulturelle Abende mit Tanz und Theater,  wo natürlich auch hin und wieder  Veranstaltungen stattfinden.

Der Hippocrates Garden ist wirklich ideal für eine kurze, entspannte aber informative Zeitreise. Kann man auch sehr gut als Familie besichtigen, da dort Geschichte anschaulich und leicht verständlich erklärt wird.  Und für die Erwachsenen wirklich eine Oase der Ruhe. Julie stellt auch noch einiges an Naturkosmetik her und jeder Gast bekommt einen Kräutertee aus dem eigenen Garten.
Bei einer Inseltour kann man erst nach Mastihari, dann zum Hippocrates Garden, anschließend zu einer schönen Bucht in Kefalos und auf dem Rückweg noch bei der Windmühle in Antimahia vorbei.
Täglich geöffnet von 09.00 – 20.00 Uhr. Der Eintrittspreis ist 5 €.

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2 thoughts

  1. Ein Besuch dort gehört für mich einfach dazu. Ich kaufe jedes Mal meinen Tee dort. Frisch gepflückt von Julie. Den trinken wir im Sommer kalt und im Winter heiß. Ausserdem ist rs ein wunderschöner Ort. Ich gebe immer den Tipp erst nach Plaka und dann in den Hippokrates Garden zu fahren.

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