Vielleicht erinnert sich ja der ein oder andere noch:
In den Neunziger gab es in Lambi die „kleine Barstraße“ und auf der Ecke zu dieser kleinen Barstraße Helenas Haus, „der“ Inn Treff.
Viele Nachmittage und Abende habe ich damals mit meiner Freundin Manu nach der Arbeit dort verbracht. Dazu wohnte noch meine andere Freundin  in der Ecke, somit war die Gegend mein zweites Zuhause. In der besagten Barstraße gab viele kleine Kneipen, direkt am Strand und dazu noch die Discos Kalua und Heaven. Ein richtig belebtes Viertel, wo Einheimische und Touristen in verschiedenen Altersgruppen tagsüber und abends das schöne Wetter genossen.
Nun ja, inzwischen ist einiges an Zeit vergangen und ich war in den letzten Jahren selten in der Ecke: Beide Freundinnen sind schon seit vielen Jahren wieder in Deutschland, –
Nachdem ich nun mal wieder dort war, hatte ich etwas abseits geparkt und bin durch die lebhaften Straßen von damals gelaufen:
All die Lokalitäten sind inzwischen geschlossen, und auch sonst ist das Ganze abseits vom Strand eher ruhig.
Ich bin fast ein bisschen erschrocken, wie trostlos dieses Viertel von Kos geworden ist.
Auch wenn dort vieles nicht mehr so ist wie damals, die Erinnerungen sind noch sehr lebendig und auch ich bin wirklich sehr dankbar, dass sich meine Freundschaften über die vielen Jahre gehalten haben, trotz der Entfernung. Aber ich schweife ab… 😉
Und es geht auch wieder in diesem Viertel aufwärts: In der so beliebten Ecke von damals hat nun Maria ihr Art Café eröffnet. Ein kleines Schmuckstückchen.

Sehr liebevoll eingerichtet, vieles selbst- und handgemacht. Während man hier sitzt,  entdeckt man immer wieder etwas Neues. Maria ist selbst eine begnadete Künstlerin und zudem gibt es im Café regelmäßig Ausstellungen von lokalen Künstlern. Trotz der geringen Größe der Insel haben wir viele künstlerisch begabte Menschen: einige malen, einige stellen eigenen Schmuck her oder/und kreieren tolle Deko. Finde ich toll, wenn man kreativen Menschen eine Plattform bietet, und zwar nicht nur online, sondern zum Anfassen.  Kos hat meiner Ansicht nach viel zu wenig von so kleinen Besonderheiten, dafür umso mehr von ähnlichen Geschäften, Cafés und Restaurants. Die wenigstens unterscheiden sich von Angebot oder Präsentation.

Marias Ziel ist es auch mit ihrem Cafe und ihren Öffnungszeiten die Einheimischen als auch die Touristen zu erreichen:
Schon morgens ab 7.45 Uhr bietet Maria Waffeln oder sonstige Leckereien an, und somit kann auch die Mama, die ihr Kind zur Schule gebracht hat, bei Maria ihren Kaffee  genießen. Tagsüber und abends gibt es dann „Mezes“, kleine griechische Vorspeisen passend zu Wein, Bier oder Ouzo.

Nachdem Maria auch im Winter öffnet und der Innenbereich auch zwei schöne Kamine zu bieten hat, werde ich hier mit Sicherheit den ein oder anderen Morgen oder auch Abend verbringen.

Maria ist eine tolle Gastgeberin, also wenn ihr mal in der Ecke seid, grüßt sie von mir.
Und ich freu mich schon auf den Kaffee im Winter. 🙂

 

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9 thoughts

  1. Da ich in 226 Tagen endlich wieder da bin, habe ich jetzt eine nette Idee, wo ich meinen Mann in der Stadt hin entführen kann. Ich bin schon gespannt und ich liebe Meze. Danke für den Tipp.

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