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Tierschutzvereine im Winter Teil 2

Nach wie vor liegt mir das Wohl der Tiere auf der Insel als auch der Umweltschutz sehr am Herzen. Aber wie überall in südlichen Ländern, geht es recht langsam voran und ich kann nur auf den Beitrag vom letzten Jahr verweisen.

Der Winter ist fast vorbei und die Ressourcen der lokalen Tierschutzvereine sind aufgebraucht. Sie sind dringend auf Futter Spenden angewiesen.

Der ständige Regen

Die starken Regenfälle haben sehr an den Finanzen und den Nerven der Tätigen unserer Tierschutz Vereine gezehrt. Alles ist natürlich mit sehr viel mehr Arbeit verbunden. Aber nicht nur die Pflege der vorhandenen Tiere werden bei diesen Wetterkonditionen zur Herausforderung:

Die Zwinger und Freilauf Gebiete stehen regelmäßig unter Wasser und sind zum Teil auch  stark beschädigt. Futter, welches nass geworden ist, kann nicht mehr verwendet werden. Dazu Berge von Wäsche und der ständige Versuch die Schlafplätze trocken zu halten.
Zusätzlich steht bei allen  drei Vereinen das Telefon nicht still. Es gibt stets Anrufe über Tiere die Hilfe brauchen: Egal, ob ausgesetzt, angefahren, krank oder abgemagert.  Sie sind alle bei Tag und Nacht, Wind und Wetter zum Wohle der Tiere unterwegs.

Hier ein paar konkrete Updates:

 

Kittys of Kefalos:
Immer wieder bekommen Kelvin und Michaela Neuzugänge von abgemagerten, kranken oder angefahrenen Katzen. Fast alle Hotels und Tavernen haben im Winter geschlossen, es gibt keine Touristen, somit sind die Katzen auf sich selbst gestellt.

Neben den Behandlungskosten für Katzenschnupfen, Knochenbrüchen, gehören natürlich auch Impfkosten und Sterilisationskosten. Kittys of Kefalos  stehen hauptsächlich für Katzen, aber auch sie haben inzwischen Hundezuwachs: Ein verängstigter, abgemagerter, ausgesetzter Hund  hat bei den beiden ein liebevolles Zuhause gefunden,  viele neue Freunde und scheint sich sichtlich wohl zu fühlen;)

Hund mit schlafender Katze
krankes Katzenbaby
Tierärztin die Katze impft

Vangelis und Sandra hatten beim Erdbeben 2017 schon einen Schaden an der Außenmauer. Nun sind einige Dächer der Zwinger eingestürzt. Unter den Neuankömmlingen ist unter anderem auch eine blinde alte Hundedame, die bei den beiden ungemein aufblüht. Vangelis und Sandra haben schon seit vielen Jahren immens viele große Hunde, die bisher nicht vermittelt wurden konnten. Dazu kommen unzählige Katzen.

Rita und Colin von ARK haben diesen Winter neben ausgewachsenen Hunden auch eine grosse Anzahl an Welpen aufgelesen. Alle herzlos ausgesetzt, viel zu klein um alleine zu überleben. Das bedeutet für Rita, alle zwei Stunden ( natürlich auch nachts ) füttern. Dazu kommt auch hier die regelmäßige Überflutung der Zwinger und den tiefen Matsch auf dem Land.

Während sich Rita und Colin um die Hunde kümmern, ist Sue unterwegs um die herrenlosen Katzen zur Sterilisation einzusammeln. Die Katzenkäfige zum Einfangen sind knapp, dazu kommen natürlich auch noch die Tierarzt Kosten.

Wie kann ich helfen?

Damit die Spenden sofort bei den Tieren ankommen, habe ich ja letztes Jahr versucht,  dass meine spendenwilligen Leser direkt Futter bestellen können.  Doch fast allen (danke hier nochmal an Jörg) war es dann doch zu umständlich und erst der zweite Spendenaufruf über Paypal wurde zum richtigen Erfolg. Über 600 € wurden auf diesem Weg gespendet.

Der Spendenbutton ist wieder auf dem Blog installiert. Wir werden nach Ablauf  von zwei Wochen für die drei Vereine shoppen gehen und die lieben Fellnasen mit Futter versorgen.

Aber es gibt auch im Winter viele Privat Personen, die die Tiere auf freiwilliger Basis ohne Spenden füttern. Dazu gehört der Katzenmann Kosta in der Stadt, einige Helfer in Platani  und viele mehr. Auch denen ich auch gerne mit euren Spenden etwas Futter zu kommen lassen.

Über den Fortschritt ich halte euch selbstverständlich über Facebook und hier auf dem Blog auf dem Laufenden.

Jeder Euro zählt

Jede noch so kleine Spende hilft den Tieren. Auch Flugpatenschaften werden, speziell im Sommer, unglaublich benötigt. Den Spenden Button findet ihr auf der Startseite auf der rechten Seite oder direkt hier:

Spenden mit Kreditkarte, EC- Karte als auch Paypal werden akzeptiert.

Herzlichen Dank im Namen der Fellnasen! <3

Akropolis Athen

Wochenende in Athen

Natürlich möchte ich es nicht versäumen, dir von unserem Wochenende in Athen zu berichten. Ich war schon einige Jahre nicht mehr in Athen. So war es noch eine gute  Gelegenheit vor der Saison eine kleine Auszeit zu genießen. Das Töchterchen steht ja in diesem Jahr vor ihrem Abitur. Der Stress wird auch für sie in den nächsten Monaten nicht weniger ,und wir werden uns bis zur Abitur Feier dann gar nicht mehr sehen. 🙁

Von Kos sind wir mit Sky Express nach Athen geflogen. Melina kam von Frankfurt mit Ryan Air. Von und nach Kos gibt es Winter außer Sky Express nur noch Aegean Airlines. Somit hält sich der Andrang am Flughafen in Grenzen und ist mit dem sommerlichen Chaos nicht zu vergleichen.
Wir flogen mit einer kleinen Propeller Maschine, die nur zur Hälfte belegt war, also so ca. 20 Passagiere. Aufgrund eines Sturms war der Flug  ( und vor allem der Anflug in Athen ) recht unruhig und ich war doch etwas blass um das Näschen als wir nach 45 Minuten den Athener Flughafen erreichten.

kleine PropellermaschineNachdem Melina erst um 22.30 Uhr landete, haben wir uns entschlossen, mit dem Taxi anstelle mit Metro oder Bus ins Zentrum zu fahren. Die Taxen sind ja dort im Vergleich zu Kos noch recht günstig. Die Strecke kostete uns 42 € für ca. 40 km, die Metro kostet pro Person 9 €, allerdings sind Kinder unter 18 Jahren kostenlos.

 

Unser Hotel Evripides lag im Zentrum ( Monastiraki ), ein nettes kleines Hotel mit tollem Blick auf die Akropolis und ( sehr angenehm ) gutem Frühstück. Nur wenige hundert Meter von der Metro Station Monastiraki entfernt. Etwas hellhörig, aber das ist ja bei vielen Hotels in Athen nicht ungewöhnlich.  Jedoch keinerlei Straßenlärm von draußen.

Aussicht auf Akropolis von unserem Hotel

Die Gäste im Hotel waren international und interessant . Bis auf den letzten Morgen, als sich eine deutsche Schulklasse mit Lehrern einquartierte. Die Schüler verhielten sich unauffällig, umso mehr fielen die Lehrer auf.
Ein sprechendes Plüsch Eichhörnchen auf deren Tisch unterhielt morgens um 7.30 Uhr mit plärrender Stimme den gesamten Frühstücksraum. Die Lehrer fanden es amüsant, der Rest der Gäste und das Personal eher weniger. Fünfer Tische mit zwei Personen zu belegen, sodass Familien keinen Platz fanden, war der nächste Faux Pas der netten Lehrer Runde. Unglaublich wie viele Egoisten unterwegs sind. Bei so etwas könnte ich ja regelmäßig aus der Haut fahren 😉

Aber sonst gibt es nichts Negatives über das Hotel zu berichten, außer dem recht anhänglichen und schmusebedürftigen Duschvorhang 😉

Auch hier Regen 🙁

Am Freitag dann, welch eine Überraschung, es regnete. Aber Monastiraki bietet genügend Auswahl an Geschäften, um sich im Trockenen aufzuhalten: Schuh- und Klamotten Geschäfte, ganz viel Schnickschnack, welche Teenager Herzen höher schlagen lassen.  Schmuck, Handy Hüllen oder ähnliches. Wobei es bei uns etwas schwieriger ist: Emily kann vom Shopping nicht genug bekommen, Melina rümpft bereits nach dem 2. Geschäft die Nase.  Aber bei soviel Neuem konnte sich sogar Line dafür begeistern.

 

In einer kurzen Trockenphase machten wir uns mutig Richtung Akropolis auf, aber wurden schon nach ein paar Metern von einer heftigen Regenschauer überrascht, und endeten so in dem wirklichen niedlichen Café Yiasemi. Kann ich nur empfehlen. Sehr netter Service und alles  liebevoll eingerichtet. Nachdem der Regen nicht mehr aufhören wollte, wurde der Akropolis Besuch auf Sonntag verschoben 😉

Mehr an Restaurant Tipps wird es in diesem Beitrag nicht geben. Wir haben nur asiatisch und indisch gegessen. Griechisch können wir ja immer. 😉  Nur Melina wollte dann am letzten Abend noch griechisch essen gehen.

Als interessierte Touristin hatte ich natürlich den Marco Polo Reiseführer von Klaus Bötig    (Werbelink) dabei. Dort fanden wir den Tipp über das Hellenic Cosmos  und haben uns auf den Weg  mit der Metro gemacht. Metro fahren in Athen gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Sehr überfüllt und aufgrund der großen Anzahl Menschen, der Mitfahrenden,  wird man natürlich auch mit vielen verschiedenen Gerüchen konfrontiert, von denen einige ( viele) sind nicht sooo angenehm sind 😉 Aber das Streckennetz ist einfach zu verstehen und Tickets kann man auch ohne Griechisch Kenntnisse am Automaten erwerben.

Im Hellenic Cosmos Kultur Zentrum wird die griechische Geschichte und die Entwicklung von verschiedenen Gebieten wie beispielsweise  Sport, Astrologie, Medizin, Architektur, Mathematik und viele weitere Bereiche bis heute anschaulich an Tafeln, Filmen und Displays dargestellt.

Danach fuhren wir noch in die größte Shopping-Mall von Athen, sehr modern und riesig, um immer dem Regen zu entkommen.

Athen hat sich in den letzten Jahren etwas gemausert, aber es gibt immer noch viele alte, heruntergekommene Gebäude. Auffällig ist die Graffiti Malerei überall. Von tollen Designs bis zu Schmierereien, alles scheint besprüht zu sein.

Am Samstag machten wir dann eine Athen Erkundung zu Fuß- vorbei an der Bibliothek (leider am Wochenende geschlossen) und am Politechnio wo der Aufstand der Studenten im Jahre 1974 blutig endete.

Bibliothek in Athen

 

 

 

 

 

 

 

Zum Abschluss sind wir dann ins Archäologische National Museum, welches ich jedem Athen Besucher empfehlen kann ( fast ein Muss, wegen der tollen Geschichte. )

Geballte Kultur, an historischen Statuen der griechischen Götter kann man sich hier kaum satt sehen. Danach braucht man erst mal wieder etwas Zeit um sich an das Jetzt und Hier wieder zu gewöhnen. Ideal, um wieder etwas durch das Zentrum in Plaka zu bummeln.

Abends dann noch kurz einen Abstecher auf dem Schokoladen Festival. Da wurde Schoki in verschiedenen Variationen angeboten. Unterschiedlichen Hallen eines alten Fabrikgebäudes boten alles an Schokolade, oder was man aus Schokolade machen kann.  3 € Eintritt, um die verschiedenen Schoko Spezialitäten  zu kosten, waren separat zu bezahlen, aber der Eintritt hat sich für das Gelände an sich schon gelohnt.

Endlich Sonne am letzten Tag

Am Sonntag endlich kein Regen mehr, teils sogar etwas sonnig und somit perfekt um die Akropolis in Angriff zu nehmen. Wir sind alle keine Fans von Massenveranstaltungen und haben uns schon recht früh auf den Weg gemacht. Selbst die Katzen in Athen waren um diese Uhrzeit noch sehr verschlafen.

Obwohl wir während unseres Aufenthalts in Athen nur verhältnismäßig wenig Touristen gesehen haben, wurde es gegen die Mittagszeit dann doch sehr voll auf der Akropolis. Wir waren froh, dass wir die Antike Stätte ohne Touri Andrang genießen konnten. (Eintritt November bis März 10 €). Sehr kostengünstig, wenn man bedenkt, dass unser Asklepion auf Kos schon 8 € Eintritt im Sommer kostet. Kinder bis 18 Jahren sind frei.

Danach haben wir den sonntäglichen Flohmarkt besucht. Von Trödel bis Hin zu sehr viel selbst Gemachten ( besonders Schmuck)  findet man dort alles. Sehr schön um den Sonntag zu genießen.

 

 

 

 

 

 

 

Athen gehört nicht zu meinen Lieblings Städten. Es ist an vielen Stellen heruntergekommen und nicht gerade eine attraktive Großstadt. Traurig, wenn man bedenkt, wie viel doch erst zu den olympischen Spielen in die Stadt investiert wurde und nun es schon wieder alles so armselig aussieht.

verlassenes Gebäude in Athener Innenstadt

 

 

 

 

 

Aber trotz allem oder gerade deswegen hat es Charme und ist allein schon wegen der Akropolis ein Besuch wert. Wir haben definitiv unsere Tage sehr genossen!

Albergo Gelsomino und Winter Updates

Endlich mal wieder Neuigkeiten, aber der Winter vergeht sehr schnell.  Wie viele von euch wissen, geht es für mich sehr zügig nach der Saison zum Arbeiten in Deutschland.  An Heilig Abend fliegen wir wieder zurück auf die Insel und es beginnt eigentlich die Zeit der Entspannung. Ich bin in meiner “Fremdelphase” und versuche Kontakt zur Aussenwelt zu vermeiden. Nachdem ich den ganzen Sommer von Menschen umgeben bin, brauche ich da etwas Regenerationszeit 😉 Der Januar ist sehr ruhig auf der Insel und ich habe eigentlich genügend Zeit mich um Sachen zu kümmern, die im Sommer liegen geblieben sind, und die Insel neu zu entdecken.

Dieses Jahr lief das aber etwas anders. Seit wir wieder auf der Insel sind, hat es so gut wie durchgeregnet! Um nicht zu sagen, aus “Kübeln” geschüttet. Keine Chance, die Zeit in der Natur und ohne Touris zu genießen. Selbst die Hunde wollten nicht vor die Türe. Ich fand es nicht sooo schlimm, da ich nicht außer Haus musste, aber motivierend war das Wetter natürlich nicht.

Die andauernden Regenfälle hatten verheerende Auswirkungen auf die Insel. Keller, Garagen und Erdgeschoss Wohnungen wurden ständig überflutet. Ganze Felder und Straßenabschnitte standen unter Wasser und waren nicht passierbar.

neues Biotop in Lambi nach schweren Regenfällen

 

 

 

 

 

Renovierungsarbeiten oder neue Hotels, die die kommende Saison eröffnen sollen, sind aufgrund des Wetters sehr im Bauverzug. Ich bin ja mehr als skeptisch, ob sie die Zeit wieder aufholen und pünktlich eröffnen können.

Bei uns zu Hause sind Gott sei Dank keine Schäden entstanden. Dafür hat meine Heizung und die Warmwasserversorgung ihre extremen Launen. Ersatzteile mussten bestellt werden, und somit saßen wir tagelang ohne warmes Wasser oder Heizung. Ein Zustand der nicht unbedingt zu guter Laune beitrug. Dann kam die nächste Überraschung, als mein Chef mich Ende Januar anrief und mich bat im Februar zu arbeiten. So gehöre ich schon wieder zu der arbeitenden Gesellschaft 😉 und meine Erholungsphase ist vorüber. So hoffe ich nun, dass sich die Wettersituation etwas stabilisiert und ich am Wochenende zumindest die Natur etwas genießen kann.

Aber in einer kurzen regenfreien Phase habe ich letztes Wochenende, dann wieder etwas Neues entdeckt. Also entdeckt nicht, aber getestet: Das Hotel Albergo Gelsomino.

altes Gebäude nun als Hotel

Viele von den Stammgästen kennen das Gebäude, welches zum Stadtbild von Kos Stadt dazugehört. Es diente als Touristeninformation in den Neunziger und stand dann lange leer.
Letzten Sommer hat es dann als Luxushotel eröffnet, gehört den gleichen Besitzern wie das Hotel Aqua Blu.

Das Restaurant und die Bar ist öffentlich und somit hat man auch als Nicht Hotel Gast die Möglichkeit dort zu trinken und zu essen.
Das Restaurant ist sehr nobel und stylisch eingerichtet, der Service super.  Man wird richtig “gepampert”. Die Preise etwas höher, was in dieser Ambiente auch selbstverständlich ist.

 

gedeckter Tisch Albergo Gelsomino
leckerer Kaffee im Albergo Gelsomino
Restaurant Albergo Gelsomino

Danach bekam ich noch eine sehr nette Führung durch einige einige Zimmer (herzlichen Dank dafür) und ich war mehr als beeindruckt.

Das Hotel hat nur acht Zimmer und jedes ist individuell eingerichtet. Die Betten sehen richtig gemütlich aus, es fiel schwer ohne Probeliegen vorbeizukommen 😉 Die Badezimmer teils mit direktem Meerblick und sehr exklusiv ausgestattet.

Das Hotel ist nur für Erwachsene buchbar, haben entweder Stadt – oder Meerblick und nicht für jedermanns Geldbeutel. Die Zimmer kosten momentan ab 160 €  mit Frühstück und ist entweder über Portale wie booking.com oder direkt über die Webseite des Hotels. In der Sommersaison natürlich einiges teurer.

Aber auf alle Fälle lohnt sich ein Besuch im Restaurant für einen Drink oder ein gutes Essen. Im Sommer auch zu genießen auf der Terrasse direkt am Meer. Ich freue mich, dass das schöne Gebäude wieder ein Leben hat. All inklusive Hotels gibt es ja leider mehr als genug 😉

arbeiten auf Kos

Arbeiten auf Kos

Ich kann nicht pauschal über das Arbeiten in Griechenland berichten, da ich nur eine Saison in Karapathos gearbeitet habe. Den Rest meiner Griechenland Zeit habe ich ausschließlich auf Kos verbracht.

Seit ich den Blog schreibe, bekomme ich oft Nachrichten von Lesern, die gerne auf Kos leben und arbeiten möchten.  Viele wissen nicht, wie es ist auf Kos zu arbeiten, und ich rate eigentlich generell ab.
Bei vielen der  geplanten Geschäftsideen der “Möchtegern Auswanderer” kann jede Folge der gescheiteren Auswanderungen von “Goodbye Deutschland” locker mithalten.

Arbeiten und Leben im Ausland ist trendy und wer meinen Über mich Artikel gelesen hat, weiß, dass ich auch schon früh Deutschland verlassen habe, um im Ausland zu arbeiten. Ich war viel unterwegs, bevor ich mich hier niedergelassen habe. Leben im Ausland und die damit verbundenen Erfahrungen sind wertvolle Erinnerungen. Ich möchte diese auch auf keinen Fall missen.

Außerdem: Reisen lehrt Toleranz.

Viele würden mit Sicherheit nicht so denken und wählen, hätten sie Auslandserfahrungen gesammelt. Das Leben im Ausland nicht nur als Tourist kennengelernt.

Also, warum nicht dann auf Kos eine Saison arbeiten und leben?

Kos lebt ausschließlich vom Tourismus und somit sind die Möglichkeiten scheinbar grenzenlos.
Arbeitsplätze gibt es viele:
Ausflugsagentur, Reisveranstalter, Gastronomie und Hotels, Souvenirgeschäfte. Das sind nur einige der zahlreichen Möglichkeiten. Voraussetzung ist natürlich eine zusätzliche Fremdsprache, am besten englisch.

Als Destinations Manger einiger deutscher großer Reiseveranstalter befand ich mich immer in einem deutsch- gemischtem Team, und es hat sich meist gut ergänzt.
Ich habe mich unter Kollegen und Vorgesetzen hier immer sehr wohlgefühlt:
Bis auf eine gravierende Ausnahme: Mein letzter Arbeitgeber, wobei da meine direkte Vorgesetzte keine Griechin war 😉

Arbeiten mit Griechen

Beim Arbeiten sind die Griechen eigentlich so, wie im normalen Leben auch.
Sehr lebensbejahend und besonnen. Kaffee und Zigaretten dürfen bei der Arbeit nicht fehlen.
Die weibliche griechische Bevölkerung ist wohl etwas wehleidiger, oft wegen Kopfschmerzen oder sonstigen kleinen Wehwehchen gejammert.
Ausserdem  ist es Griechinnen auch immer sehr wichtig, den weiblichen Kolleginnen den Monatszyklus mitzuteilen:
Entweder man ist gerade davor, mittendrin oder “es” ist gerade vorbei und man kämpft dementsprechend mit den gravierenden Auswirkungen.

Allerdings wurde ich noch nie  als Arbeitnehmer so verwöhnt  wie in meinen Schwangerschaften: Tragen durfte ich überhaupt nichts mehr, selbst zwei Briefumschläge waren angeblich zu schwer. Ständig wurde mir ein Stühlchen hingerückt und mein Arbeiten mit Adlersaugen überwacht. Ich habe mich selten so betüttelt und aufgehoben gefühlt.

Beleidigte Leberwurst

Desweiteren sind Griechen oft recht schnell beleidigt.
Bei mir  im Hotel gibt es einige Angestellte, die seit Jahren nicht miteinander reden, was das zusammen arbeiten natürlich etwas schwieriger gestaltet. Die wissen oft gar nicht mehr, warum sie nicht miteinander reden.  Oft geht es dann nicht anders, ein Vermittler muss einspringen, um wichtige Infos dann an die richtige Person weiterzuleiten. Nachdem ich nicht direkt betroffen bin, schmunzele ich darüber nur. Aber das Verhalten erinnert dann schon sehr stark an einen Kindergarten.

Die griechische Kollegin bei meiner letzten (ach so tollen) Arbeitsstelle war auch auf einmal beleidigt. Sie hatte ohne ersichtlichen Grund von heute auf morgen beschlossen, nichts mehr zu reden. Wir waren nur zu dritt im Büro.  Meine (stets ach so tolle) gutgelaunte Chefin und die “verschnupfte” Kollegin. Ich war vor Vorfreude auf den folgenden Arbeitstag kaum zu bremsen 🙂

Kos ist im Tourismus schnell gewachsen. So sind in Führungspositionen Personen gelandet, die außer Fremdsprachenkenntnisse keinerlei Kompetenzen mitbringen:
weder Führungsqualitäten, fachliche Kompetenz, Empathie oder Freundlichkeit.
Die mangelnde Leitung, fachliche Unfähigkeit und einer eigenen Arbeitsleistung gen Null
wird mit Intrigen und Lügen übertüncht und verschwiegen. Für die schlechte Stimmung am Arbeitsplatz sind selbstverständlich auch ausschließlich die Untertanen schuld.
Klar, es ist liegt in der Psyche jedes Menschen bei ständigem Gekeife, demotivierenden Sprüchen und Unfreundlichkeit des Chefs zur Höchstleistung aufzulaufen 😉

Solche “Chefs” sitzen leider oft viel zu lange auf ihren Positionen, da sie sich wiederum von “ganz oben” als Marionetten gut führen lassen. Außerdem sind sie einiges günstiger,  als ausgebildete Führungspositionen.  Eine Erfahrung, die auch ich mit meinen letzten Arbeitgeber machen musste.  Wahrscheinlich ist das ein globales Problem und nicht nur auf Kos so. Irgendwann hat jeder mal nen doofen Chef, und ich hatte oft nur Glück. Allerdings hätte ich gerne auf die letzte Erfahrung verzichtet, aber wir haben es alle überlebt.

Meine Kollegen, und meiner Erkenntnis nach auch meine damalige Vorgesetzte, die allerdings nach wie vor ihre Angestellten drangsaliert. Ob die griechische Kollegin die Sprache wieder gefunden hat, oder immer noch schweigt, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis 😉

Die Arbeitszeiten

Ein ganz großer Negativpunkt:
Viele arbeiten sieben Tage die Woche. Eine fünf Tage Woche gibt es auf Kos nicht, eine sechs Tage Woche gehört zur Ausnahme.
Ich gehöre zu den Glücklichen die eine sechs Tage Woche haben, eine sieben Tage Woche würde ich schlichtweg nicht überleben. Es ist nicht nur die stets andauernde Präsenz, sondern auch der ständige Kontakt mit Menschen, der einem zu schaffen macht. Viele arbeiten bis zu 16 Stunden, oft in zwei verschiedenen Jobs und Schichten.
Ich bewundere jeden, der tagtäglich  im regen Kontakt mit den Touristen steht und sich oft  “sinnfreie” Fragen anhören muss, wie:

Woher kommt der Wind? Ist der immer so? Wird es morgen auch so heiß? Wie ist der Wind nächste Woche?
Aber es geht noch besser:
Wo ist denn hier der Bahnhof und wann fährt der nächste Zug nach Athen?
Die Abfahrtzeit für den nächsten Bus nach Santorini?

Fast alle Positionen in den Touristen Jobs sind unterbesetzt, damit wird dem Arbeitnehmer automatisch eine Unabkömmlichkeit infiltriert. Krank werden oder womöglich frei machen für viele Arbeitgeber einfach unvorstellbar und nicht machbar. Hier wieder das Negativbeispiel meines letzten Arbeitgebers:
Meine Oma starb (wie konnte sie nur) in der Hochsaison. Meine Arbeitgeberin hat sich dagegen gesträubt, mich zur Beerdigung fliegen zu lassen. Bin aber dann trotzdem geflogen. 😉
Das Schlimme ist, wenn man, ein bisschen Verantwortungsbewusstsein seinem Job gegenüber hat, diese Unabkömmlichkeit auch annimmt.

Meine Kollegin arbeitete mit dreifachem Bandscheiben Vorfall, die andere auch bei nicht so tollen Tagen in der Schwangerschaft. Ich mit Schnupfen und Halsschmerzen, was (für mich) genauso schlimm ist wie eine Zwillingsschwangerschaft und Bandscheibenvorfall gleichzeitig 😉
Ihr müsst wissen, Schnupfen geht überhaupt nicht. In Kombination mit Halsschmerzen, kämpfe ich automatisch ums Überleben und ich mutiere zum Mann 😉 Meine Kollegen und Freunde wissen das und überschlagen sich immer vor Mitleid (nicht!!!)  Aber auch ich habe tapfer mit Halsschmerzen und Schnupfen gearbeitet.

Die Bezahlung:

Der Knackpunkt schlechthin:
Die Saison geht nur sechs oder sieben Monate. Somit ist das Einkommen auf diese Zeit beschränkt. Der Gehaltsspiegel sehr niedrig.
Hier ein paar Beispiele:
Rezeption, Verkaufspersonal im Souvenirshop, Mitarbeiter bei einer Ausflugsagentur/Autovermietung, Kellner, 700 – 1000 €. Arbeitszeit pro Tag meist 10 Stunden.
In einer leitenden Position zwischen 1200 € bis 1500 €.
Macht somit im Besten Falle ein Jahreseinkommen von max. 10.000 €.

Der Stundenlohn beträgt zwischen 3 € und 5 €.
Definitiv zu wenig, um mit einem Gehalt von sechs Monaten über die Runden zu kommen.
Wenn man zwei Saisons als Vollzeitkraft gearbeitet und auch angemeldet war, gibt es im Winter dann noch drei Mal ein pauschales Arbeitslosengeld von knapp 400 € dazu. Egal, in welcher Position man gearbeitet hat.

Und es gibt sie hier auf der Insel immer noch:
Arbeitgeber, die die Mitarbeiter nur auf Teilzeit anmelden, aber zur vollen Stundenzahl arbeiten lassen. Somit werden natürlich auch Leistungen wie Krankenversicherung und Renten nur teilweise eingezahlt.  Oder auch Arbeitgeber, die das Gehalt Monate später oder auch gar nicht zahlen. Als Insider weiß man natürlich, wer das ist. Als Inselneuling ist da der ein oder andere schon böse auf die Nase gefallen.

Thema Selbstständigkeit:

Die Steuergesetze, All inklusive Hotels und die unstabile politische Lage machen es einem nicht einfach. Viele leer stehende Geschäfte und wechselnde Besitzer der Läden beweisen es.  Will man beispielsweise ein Laden pachten, gibt es meist nur Verträge, die über mehrere Jahre gehen.
Des Weiteren hat man nur im Sommer Einnahmen, muss aber die Pacht 12 Monate bezahlen.
Die Pacht beträgt hier in guter Lage genauso viel wie in der Fußgängerzone einer deutschen Großstadt.
Falls man allerdings als “digitaler Nomade” arbeiten kann, spricht natürlich auch nichts dagegeben auf Kos und zu arbeiten und zu leben.

Der Winter als Arbeitsloser kann nicht nur finanziell zu lange dauern:
Vielen ist es hier im Winter zu langweilig. Die meisten Geschäfte, Restaurants haben geschlossen. Viele der lieb gewonnenen Kollegen verlassen die Insel und gehen zurück in ihren Heimatort. Nachdem das Saisonende sehr abrupt kommt, muss man sich an das Nichtstun auch erst mal gewöhnen. Ohne Familie oder Freunde können die Tage recht öde werden, besonders wenn das Wetter nicht mitspielt.

Fazit:
Als einmalige Saisonarbeit zu empfehlen. Wenn man weiß, dass man nicht viel Zeit für Freizeit hat. Eine langfristige Auswanderung sollte man sich (egal in welches Land) gut überlegen.
Einfacher wird es mit großem finanziellen Polster oder als “digital” Unabhängiger.

Falls das mit dem Auswandern nicht klappt, kann man aber Kos weiter als Urlaubsziel genießen 😉

Elia Taverne- direkt in der Altstadt

Wieder mal ein Artikel, der sich mit einem meiner Lieblingsbeschäftigungen widmet: Dem Essen 😉

Das Elia ist definitiv mein Lieblingsrestaurant:
Sotiris, den Besitzer, kenne ich ja schon etwas länger und er ist mit Sicherheit der Hauptgrund für meine Begeisterung. Aber selbstverständlich isst man auch im Elia ausgezeichnet.
Ich wohne oberhalb von Kos Stadt und lange Fahrtzeiten nach Feierabend sind mir ein Graus.  Besonders wenn ich Hunger habe, kann ich schnell unerträglich werden und zur Diva mutieren.

Das Elia liegt direkt in der Altstadt und für mich somit nur eine Fahrtzeit von ein paar Minuten.  Zu kurz, um am Hungertod elendig zu Grunde zu gehen 😉
Im beschaulichen Garten sitzt es sich sehr gemütlich und ruhig. Wer es mag,  kann aber auch direkt in der Altstadtgasse, während des Essens, dass lebhafte Treiben beobachten.

Sotiris ist in Deutschland aufgewachsen und hat in Düsseldorf die Hotelfachschule besucht.
Kommilitonen kamen von Kos und überredeten ihn mit ihnen auf ihre Insel zu kommen.

Das ist auch schon etwas länger her, man schrieb das Jahr 1995.
1996 traf ich dann auf Sotiris, als er in der damals angesagtesten Kneipe auf Kos arbeitete. In der Jazz Opera, dem  “Inn Treff”. Ich erstarre heute noch in Ehrfurcht, wenn ich daran zurückdenke, wie er damals in der stets überfüllten Mini Kneipe die Getränke mit dem Tablett über tanzende und taumelnde Partygästen hinweg jonglierte. Danach arbeitete er im ersten Internet Cafe auf der Insel. Das war damals ein richtiges Highlight.

2004 dann die Eröffnung der Taverne Elia.  Das alte Steinhaus mit dem schönen Hintergarten ist schon aufgrund der Lokalität ein Besuch wert. Bei Griechen war das Restaurant von Anfang an sehr beliebt, es dauerte nicht lang, bis auch die Touristen das Elia für sich entdeckten.
Seitdem gehört die Taverne zum Stadtbild von und hat sich gut etabliert.

Sotiris behauptet zwar, die Küche wäre traditionell griechisch, aber was weiß der schon 😉
Bei traditioneller griechischer Küche denken wir an Souvlaki und Tzatziki, das gibt es zwar auch, aber die meisten Gerichte sind dann doch etwas raffinierter.

Bei meinen Fleisch essenden Freunden ist die gebratene Leber und das besoffene Hühnchen sehr beliebt.
Ich liebe alles vegetarische auf der Karte und da gibt einiges an Auswahl.
Besonders zu empfehlen Fava (kichererbsenähnliches Püree) und die Zucchini Puffer.

Neben dem Essen gibt es im Elia noch eine weitere Delikatesse, allerdings in flüssiger Form:
Den Rakomelo.
Das ist Raki mit Honig und verschiedenen Gewürzen wie mit Zimt versetzt. Weihnachtsgefühle unter der griechischen Sonne, Sotiris machts möglich.
Falls ihr euch nicht mehr an den Namen des Schnäpschens erinnern könnt, sagt ihm einfach, dass ihr den Schnaps möchtet, den Anja so gerne trinkt. Er weiß Bescheid 🙂
Ich freue mich immer auf den kleinen Schwatz mit Sotiris inklusive Rakomelo nach dem Essen.
Im Winter werden die Gespräche länger und ausführlicher, wenn bei mir dann nicht um 6.00 Uhr morgens der Wecker klingelt.
Der Garten ist dann geschlossen, aber bei verregneten und trüben Abenden gibt es für mich nix Gemütlicheres. Dann passt der Rakomela auch jahreszeitlich ins Programm 😉

 

 

The traditional house of Kefalos

Kefalos ist ja für uns, aus Kos Stadt, schon ne halbe Weltreise von entfernt. Somit sind meine Besuche dort auch eher selten 😉
Schon letztes Jahr gab es direkt an der Hauptstraße das traditional house of Kefalos. Es wurde eröffnet um Schulklassen das traditionelle Leben der Insel anschaulich zu erklären und zu zeigen. Dieses Jahr kam dann noch ein Kafenion dazu und für mich somit höchste Zeit, dass ganze zu besichtigen:

Michalis & Anna

Vom Besitzer des Hauses wurden wir sehr nett empfangen. Bei einer gekühlten Erdbeer Limo erzählte uns der Besitzer Michalis vom Ursprung des traditional House of Kefalos.

erbeerlimoMichalis ist ein Freund des traditionellen Gedankengutes. Er hat kein Problem mit der Technik, allerdings findet er, dass wir es mit der Technik übertreiben. Seiner Meinung findet der Fortschritt zu schnell statt. Wer stimmt ihm da nicht zu?

Mit der Eröffnung des Kafenions kam nun noch ein weiterer wichtiger Teil des alten traditionellen Lebens der Koer dazu.
Ein kleines Kaffee, was früher ausschließlich von Männern besucht wurde. Auch heute sieht man noch in einigen Kaffeehäusern, oft nur die männliche Gesellschaft sitzen, beim Kaffee oder Ouzo. Im traditional House in Kefalos dürfen natürlich auch Frauen verweilen 😉

Allerdings werden wir das Kafenion erst im Winter testen 😉  Der Garten ist viel zu schön um drinnen zu sitzen.
Wir ließen uns draußen im Schatten von Weinreben unsere Limo schmecken, dazu bekamen wir eigene Trauben und selbstgbackenen Kuchen serviert.

Anna, die Frau von Michalis, gesellte sich zu uns und zeigte uns den eigenen Garten. Sie erzählte, dass sie jeden Tag frisch kocht. Samstags backt Anna im ursprünglichem Brot Ofen und auf dem offenen Grill bereitet sie das Essen für sonntags vor.

Ein Anruf genügt und Anna kocht auf Wunsch für kleine Gruppen (selbstverständlich auch vegetarisch, was mir natürlich sehr entgegen kommt 😉  Natürlich  gibt es bei einem Besuch kleine hausgemachte Leckereien,  selbstgemachte Granatapfel Limo und selbst gesammelten Bergtee.

Es gibt ja neben der Windmühle in Antimahia schon seit vielen Jahren ein traditionelles Haus. Allerdings muss ich gestehen, dass mir das Traditional house of  Kefalos besser gefiel. Es handelt es sich tatsächlich um das Haus von Michalis Eltern, welches er mit seiner Ehefrau Anna liebevoll und originalgetreu renoviert hat.

The traditional House of Kefalos findest Du auf der Hauptstraße gegenüber vom Lagada Strand zwischen Antimahia und Kefalos. Eigentlich nicht zu übersehen.  Es ist täglich geöffnet und eine Führung durch die Anlage inklusive dem kleinen Haus kostet 1,50 €

Orea Ellas- bei Christina zu Gast

Christina- eine ganz besondere Frau

 

In meinem Artikel über Granny`s Home habe ich ja schon angekündigt, dass es in absehbarer einen Artikel über Christina und ihr Café  Orea Ellas- das schöne Griechenland gibt.

Christina ist Belgierin, spricht perfekt deutsch, und ich kenne sie schon fast so lange wie ich auf der Insel bin.

Sie selbst ist seit 1985 auf der Insel und hat damals schon begonnen ihre Geschäftsidee zu verwirklichen. Sie begann 1992 mit einem Antiquitäten Geschäft. Von verlassenen Häusern sammelte und kaufte sie Inventar, Geschirr und Schmuck. 1995 kam dann das Café dazu, und seit damals kenne ich Christina, – ein Unikat, wie ich finde,  und von Klaus Boetig zurecht bei den Persönlichkeiten der Insel im Kos Dumont Reiseführer gelistet.

Es gibt ja die berühmte Frage, was war zuerst da Huhn oder Ei?
Auf Christina ausgerichtet heißt es: Erst die tiefe Stimme oder die Zigaretten? 😉 Beides sind zwei Markenzeichen. Wie auch ihr herzliches Lachen.
Sie ist eine begnadete Malerin und Künstlerin.

Die Leidenschaft für alte Lampen und Kerzenleuchter teilen wir, und ich habe einige Schmuckstücke von Christina zuhause.

Zimmer mit allerlei Antiquitäten.

Wir haben Ende der Neunziger viele gemeinsame Abende verbracht, – dann haben wir uns einige Jahre aus den Augen verloren. Aus privaten Gründen war das Café einige Jahre Anfang 2000 geschlossen,  was ich aber kaum mitbekommen habe. Zu sehr war ich mit Kindererziehung und dem Job beschäftigt.

Meine Besuche in den letzten Jahren im Café waren selten, aber wir wurden uns aber niemals fremd. Es gibt immer wieder was zu bequatschen und wir schwelgen gemeinsam in Erinnerungen.

Wir haben viel erlebt in unseren Jahren auf Kos und haben ein paar Falten mehr bekommen. Christinas Café ist durch den gewachsenen Garten allerdings noch schöner geworden (wie wir auch 😉 )  und die einzigartige Atmosphäre zwischen Kunst und Natur ist gleich geblieben.

Die Appartments

Schon seit einigen Jahren gehören zu dem tollen Anwesen auch ein paar sehr Stil, – und geschmackvolle Apartments. Natürlich von Christina selbst entworfen und eingerichtet.

Bei meinem Besuch für diesen Blog Beitrag fand ich so viele schöne Foto Motive, –
Und war sehr froh darüber, dass ich die Fotos nicht erst zum Entwickeln geben muss 😉

Im Orea Ellas kannst du ein paar Kleinigkeiten essen oder einfach bei einem Glas Wein oder hausgemachter Limonade die Seele baumeln lassen. Plane noch etwas mehr Zeit ein um die Antiquitäten und selbst gemalten Ikonen zu bestaunen, und dich von der Ambiente verzaubern zu lassen.

Christina hat täglich außer donnerstags geöffnet. Grüße sie schön von mir!

Holzschild, Granny`s home

Granny`s Home – noch ein Geheimtipp

Wo findet man Granny`s Home?  Lagoudi, eigentlich ein recht unspektakuläres Dörfchen, aber gerade weil es es so “nicht sehenswert” ist, einen Abstecher wert. Beschaulich und weit weg vom Massentourismus, die  Einwohnerzahl beträgt 35 🙂

Neben Granny`s Home gibt es eine kleine Kirche sowie Christina mit ihrem Art Café (Blog Artikel erfolgt in Kürze). Ansonsten findet man noch einige traditionell kleine Häuser mit blau – weißen Fassaden. Dazwischen einige Steinhäuser und viel Natur.

Granny`s Home liegt direkt an der Straße zwischen Lagoudi und Amaniou und ist eigentlich nicht zu verfehlen. Umgeben von Sonnenblumen, sitzt man auf einer gemütlichen Terrasse mit tollem Blick übers Meer.

Obwohl schon letztes Jahr eröffnet, habe ich dieses Jahr, dank meiner Freunde, endlich die Gelegenheit gehabt Granny`s Home nicht nur auf Social Media Kanälen zu besuchen.
Der Service ist sehr aufmerksam und freundlich und das Essen mega lecker.
Die Gerichte sind traditionell und raffiniert zubereitet.

Nach dem Essen machte ich mich auf die Suche nach unserer netten Bedienung um ihr einige Fragen über diese so schöne Lokalität zu stellen.
Eirini gab mir bereitwillig Auskunft und Infos. Rundum eine sehr schöne Familiengeschichte:
Das Haus wurde zum Anlass von Eirini Uromas Hochzeit im Jahre 1928 gebaut. Und zwar von deren Brüder.  Eine Generation später wurde es an die Oma zu deren Hochzeit weitervererbt.

Auch die Oma hat damals beireits ein Zimmer als Café umfunktioniert. Besucher und Bewohner des Dorfes hat man mit frischen Fleisch, von der Jagd in den Bergen, bewirtet.
Hier verbrachte auch die Mutter von Eirini,  ihr Name ist Fani, und ihren 5 Geschwistern die Kindheit.

1978 ging allerdings die Oma nach Nissyros und seitdem stand das Haus leer und wurde von der Familie nur für spezielle Anlässe genutzt.  Es gab viele erfolglose Überredungskünste von Seiten der Familie und Mutter. Aber erst letztes Jahr hat sich endlich Eirini überreden lassen, das Haus zu renovieren und somit Granny`s Home zu neuem Leben erweckt.
Es ist in fester Familien Hand in neuer Generation: Es gehört der Tante, die aber in den Staaten lebt. Mama Fani kocht,  Eirini und Maria sind im Service.
Ein sehr idyllisches und flauschiges Plätzchen zum Frühstück oder Mittagessen.
Aber auch wer dem Trubel zum Sonnenuntergang in Zia entgehen möchte, hat hier definitiv eine ruhige und romantische Alternative gefunden.

Sonnenuntergang von grannyshome

 

Shopping in der Altstadt – φτου me

Shopping auf Kos, – immer wieder ein Thema. Ich selber bin mir auch nicht immer schlüssig, ob Kos gut zum Shoppen ist oder eben nicht.
Zusammengefasst: Es ist besser als noch vor einigen Jahren, es ist kein Einkaufsparadies aber das Angebot der Größe der Insel angepasst.
Souvenir Geschäfte gibt es reichlich. Auch Schuhe bekommt man (eher frau) zu einem sehr humanen Preis.

Noch vor einigen Jahren gab es in Kos Stadt fast ausschließlich Geschäfte, die alle das gleiche Warensortiment hatten. Hatte man eins gesehen, kannte man alle.
Das Bild zeichnet sich zwar heute auch noch ab, aber es gibt inzwischen auch einige Läden, die sich von der Masse abheben, und ihr individuelles Angebot haben.

Und dann gibt es noch eine ganz besondere Lady in der Altstadt: Sonia von “φτου me”

Es ist ca. 6 Jahre her, als wir für unseren damaligen Arbeitgeber aufgrund besonderer Anlässe, viele kleine Ouzo Flaschen oder sonstige Leckereien von Kos einkaufen sollten. Bei der Recherche in unzähligen Läden und meist recht desinteressierter Beratung des Verkaufspersonals, endeten wir im “Taste and Nature”  in Kos Stadt bei Sonia. Sie war die einzige, die sich Zeit nahm und mit ihrer liebenswerten Art bei uns Eindruck hinterließ.  Damals verkaufte Sonia noch griechische Naturkosmetik und griechische Spezialitäten.
So wird Sonia auch  immer die Adresse meiner Wahl, wenn ich nach Mitbringsel für Familie und Freunde suche. Die beste Freundin entdeckte dort bei einem Besuch die Handcreme, die sich über die Jahre als Lieblings Creme entpuppte.

Seit nun 2 Jahren hat Sonia allerdings ihr Sortiment geändert und auch den Namen.

Aus “taste & nature” wurde “φτου me”

Geblieben ist die Naturkosmetik und die Herzlichkeit von Sonia. Dazu gekommen sind schöne Klamotten aus Leinen und Baumwolle aus griechischer Produktion. Papierbügel aus Pappe machen die Kleider Auswahl noch ansprechender (zumindest für mich). Im  “φτου me” finde ich immer eine ansprechende Auswahl an griechischen und lokalen Produkten und Souvenirs für meine Lieben zuhause.

Die Mama von Sonia hat etwas unterhalb in der Altstadt immer noch einen “Taste & Nature” Shop. Hier findet man nach wie vor eine große Auswahl an griechischen Leckereien wie Honig, Ouzo, und Olivenöl.

Die überaus sympatische Art liegt wohl in den Genen und ich fühle mich bei Mama und Tochter immer gut aufgehoben. Wahrscheinlich ein Hauptgrund, dass es die Beiden Jahrzehnte geschafft haben mit ihrem Business zu überleben. In der Altstadt bestehen die wenigsten Geschäfte auf Dauer und ich freue mich sehr für die beiden, -denn sie haben es wirklich verdient.

Beide Geschäfte sind in der Altstadt zu finden.
Taste & Nature im unteren Teil der Altstadt Ηφαίστου 25,
“φτου me” im oberen Teil der Altstadt, in einer kleinen Seitenstraße auf der Ecke beim Kantouni Café.

 

Holtzschild mit Strandangabe

Dolphin Bay – (fast noch) ein Geheimtipp

Mastihari ist ja mein persönlicher Lieblingsort, für mich der Küstenort mit am meisten Flair.
Aber Dolphin Bay gehört eigentlich zu gar keinem Ort, sondern liegt in der Einöde mitten in der Pampa.

Eigentlich nicht schwer zu finden, wenn man weiß wo es ist:

https://goo.gl/maps/YqV8CBh223x

Idyllischer geht es fast nicht mehr, und eigentlich war das Dolphin Bay so wie es heute ist gar nicht geplant:

In den Achtziger hat Dimitris das Land gekauft, um darauf ein kleines chices Hotel zu bauen.
Leider hat ihm die griechische Bürokratie einen Strich durch die Rechnung gemacht und ihm aus unerfindlichen Gründen keine Baugenehmigung erteilt.
Frustriert eröffnete er eine Bar, die er aber nach ein paar Jahren wieder aufgab. Viele Jahre verbrachte Dimitris dann in Thessalonki bevor er 2012 wieder nach Kos zurückkehrte.

Das Dolphin Bay war in desolatem Zustand, die Einrichtungen mutwillig zerstört oder nicht mehr vorhanden. Selbst die Toiletten gab es nicht mehr.
Trotzdem wagte er mit seinem Bruder einen Neustart.
Mit viel Arbeit und wenig finanziellen Mitteln wurde die Taverne 2014 neu eröffnet.

Abgesehen von der Lage der Taverne sind die Brüder Dimitris und Christos erwähnenswert:
Zwei richtige Unikate- wenn ihr dort seid, werdet ihr verstehen was ich meine 😉
Sie sind beide sehr herzlich und man könnte sich keine anderen Besitzer in der “gechillten” Atmosphäre vorstellen.

Wenn gerade viel los ist, darf man gerne selbst auf dem Bestellblock notieren was man essen möchte. Der Garten mit frischem Gemüse liegt direkt neben der Taverne und somit
wurde mir “meine” frisch geerntente Zucchini oft genug noch kurz vorgestellt, bevor sie auf dem Grill landete.

Klaus Boetig schreibt im Dumont Reiseführer zum Dolphin Bay, dass es dort den besten Mojito auf der Insel gibt.
Was soll ich sagen er hat recht 😉  -Auch der Mojito wird mit gartenfrischer Minze und Zitronen zubereitet.

Hierzu auch noch eine kleine Anekdote:
Bei meinem letzten Besuch überhörte ich wie Dimitri einer englischen Dame erklärte, dass die Deutschen sagen, dass dieser Mojito der beste der Insel sei.

mojito im dolphin bay in Kos

 

 

 

 

 

 

 

Er wüsste auch nicht warum die das sagen 😉  Ich hatte keine Möglichkeit mehr ihm mitzuteilen, dass er im deutschen Reiseführer steht.  So wundert er sich wahrscheinlich weiterhin, warum die Deutschen immer Mojito bei ihm trinken 😉 Dieses Jahr gibt es noch eine Beach Bar dazu: Da der Kellner- auch ein Unikat 😉

neue beach bar vom dolphin bay Die Sonnenuntergänge im Dolphin traumhaft, aber auch tagsüber an Idylle nicht zu übertreffen.

sonnenuntergang im dolphin bay in Mastihari

Für mich mit gehört Palio Pyli und Dolphin Bay zu den schönsten Plätzchen der Insel um ein paar schöne Stündchen Ruhe und Beschaulichkeit zu genießen.