Alle Artikel in: Besondere Menschen

Menschen, die zu meinem Leben und Kos dazu gehören

reiten am Strand in Sonnenuntergang

Erikas Reiterhof- Erikas Horsefarm in Marmari

Schon wieder ein Ausflug, der eigentlich  schon letztes Jahr mit Töchterchen auf dem Programm stand. Nachdem ich aber am Wochenende arbeite, das Töchterchen seit dem Erdbeben nachmittags Schule hat, haben wir es irgendwie nicht geschafft zu Erika zum Reiten zu gehen. Es gibt einige Reitmöglichkeiten auf der Insel: Begeistert war ich von keiner: Bei der einen habe ich mich vor langer, langer Zeit zum Reitunterricht angemeldet, im Voraus Hunderte von Euro bezahlt, aber keine einzige Unterrichtsstunde genommen. Kurz danach habe ich die Nachricht bekommen, dass ich schwanger bin. Darauf habe ich die tolle Reitschule gebeten mir bitte das Geld zurückzuzahlen, – oder zumindest einen Teil. Leider wurde ich abgebürstet mit der Aussage, dass ich ja nach der Schwangerschaft zum Reiten kommen kann. Auch eine Übertragung der Stunden auf meine Freundin ging nicht. Überflüssig zu erwähnen, dass es natürlich keinen Vertrag oder Ähnliches gab. Seitdem haben die Herrschaften bei mir verschissen. Die andere Reitschule bezeichnete mich als “altes Fischweib” als ich mich weigerte, als Reiseleiter Werbung für  ihn und die abgemagerten Pferde zu machen. Zwar auch …

Außenansicht Positive Shop

Positive Shop in Zia

Zia war ja früher ein nettes verschlafenes Bergdörfchen, und man hat sich eigentlich nur auf den Weg gemacht um dort oben beim Sonnenuntergang zu essen. Auch viele der typischen Souvenirs waren auch nur in Zia erhältlich. Inzwischen reiht sich ein Souvenir Geschäft an das andere. Täglich gibt es Dutzende von Bussen mit Touristen die nach Zia fahren, allerdings ist der Aufenthalt bei diesen Ausflüge in Zia sehr beschränkt und die meisten Besucher halten sich nur noch direkt an der “Hauptstraße” auf. Die wenigsten machen sich die Mühe die Stufen nach oben zu gehen, die Kirche und die hinteren Gassen des Dörfchens zu erkunden. Und da oben, etwas oberhalb der Kirche gibt es auch den “Positive Shop”. Gegründet von Smaragdi und Billy. Beide haben ihre Wurzeln in Zia und sich schon als Kinder  für Kunst und das Malen interessiert. 2015 hatten beide die Nase voll von ihren Jobs und wagten den Schritt in die Selbständigkeit. Ein verlassenes Souvenirgeschäft bot die ideale Vorraussetzung für die Gründung des Positive Shops. Die Reaktion der Besucher war von Anfang an positiv- …

Sirma Cabana, die Schmuckwerkstatt

Es überrascht mich selber immer wieder, was für tolle Geschäfte es auf Kos gibt- und das obwohl ich hier lebe. Und dennoch bleibt mir doch so manches verborgen. So wie “Sirma Cabana”, übersetzt “Drahthütte” von Maria. Eigentlich mitten in der Stadt gelegen und doch etwas versteckt.  Das Geschäft von Maria liegt direkt neben der Altstadt- und leider in einer Straße, die von  den Urlaubsgästen nicht so sehr frequentiert wird, was wirklich bedauerlich ist. Maria kommt ursprünglich aus Athen und hat dort schon ihren Schmuck aus Draht auf der Straße verkauft. Die Sehnsucht nach Meer hat sie nach Kos verschlagen. Auch hier hat sie zwei Jahren den Strassen Verkauf betrieben, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Nachdem ihr aber der kleine Laden angeboten wurde, hat sie nicht lange gezögert und wurde sesshaft. Mit mehr Verkaufsfläche, hat sich das Angebot von Maria wie von selbst vervielfacht: Sie benutzt fast nur Naturmaterialien, die sie hier auf Kos findet und gestaltet aus diesen wunderschöne Sachen. Ich kam (wie immer) bei Handarbeit aus dem Staunen gar nicht heraus. Viele individuell kreierte …

Alena, die Fotografin

Heute möchte ich euch mal wieder jemanden vorstellen: Alena, eine gebürtige Tschechin kam 2008 erstmals als Touristin auf die Insel. Inzwischen sind viele Jahre vergangen, Alena ist verheiratet, arbeitet hauptberuflich in einem Schmuckgeschäft und ist stolze Mutter einer 5 jährigen Tochter. In ihrer Freizeit ist Alena sehr kreativ und entzückt ihre Freunde immer wieder mit DIY Projekten, die auch mich vor Neid immer erblassen lassen 😉 Hier ihr letztes Projekt: Ich denke, ich muss euch nach diesen Fotos meine Bewunderung nicht erklären. 😉 Mit der Geburt ihrer Tochter entdeckte Alena ein weitere Leidenschaft, – die Fotografie. Mit der Tochter als Lieblingmotiv hat sich Alena  zu einem richtigen Profi entwickelt. So wurde sie von “This! Magazine” einer Fotozeitschrift mit diesem Foto als Beste in der Kategorie Kinderfotografie geehrt. Urlaub, die perfekte Kulisse für ein Foto shooting Viele Freunde und auch Urlauber standen inzwischen bei Alena vor der Kamera: Und was bietet sich mehr an als die Urlaubszeit für ein Fotoshooting: perfektes Wetter, tolle Umgebung und das wichtigste: Man hat Zeit und ist entspannt! Eigentlich eine Garantie …

Hunde_Tierschutzverein ARK

Tierschutzvereine auf Kos im Winter

Wie viele von euch wissen, wird ja Tierschutz in südlichen Ländern nicht gerade großgeschrieben, so leider auch nicht auf Kos. Sommer und Wintersaison Im Sommer werden viele Tiere von den Touristen in den Hotels oder Tavernen versorgt, im Winter haben jedoch (fast) alle Hotels geschlossen und nur wenige Restaurants sind geöffnet – davon wiederum versorgt  nur ein Bruchteil die Tiere im Winter. Wir haben hier auf der Insel drei Tierschutzvereine, die sich ohne jegliche Unterstützung von der Gemeinde oder Staat finanzieren und somit auf Spenden angewiesen sind. Die örtlichen Tierschutzvereine: Bei “Kittys of Kefalos” handelt es sich um ein englisches Ehepaar, Michaela und Kelvin, das seit 2003 auf der Insel ist. In ihrer neuen Heimat stellten sie schnell fest, dass sich niemand um die vielen streunenden, und besonders um die kranken Katzen kümmert, was sie fortan soweit wie möglich übernahmen. Als es immer mehr Miezen wurden und sich ihr Engagement herumsprach, gründeten sie schließlich den Tierchutzverein “Kittys von Kefalos”. Momentan befinden sich 85 Katzen in der Obhut von Michaela und Kelvin. 20 weitere werden im …

goldBird WorkshoP

Heute bin ich mal in Kardamena unterwegs und besuche den Goldbird Workshop von Paulina. Ich habe ja eine  ganz besondere Beziehung zu Kardamena: Meine 1. Saison als Reiseleitung auf der Insel im Jahre 1993 wohnte ich in Antimahia und betreute die Hotels in Kardamena mit Mofa. Beide Strandausläufer vom Norida Hotel bis zum Lakitira düste ich mit Hund und dauergewelltem Haar im Wind 🙂 die Küstenstraße entlang und traf mich abends mit Freunden in Kardamena. Somit ist mir der Ort sehr vertraut, und ich fand ihn nie so wirklich sooo schlimm, wie manch anderer Kos Liebhaber. Und in den letzten Jahren hat sich Kardamena von der englischen Hochburg zum internationalen Ferienort gewandelt und es hat sich vieles zum Positiven geändert. Die  Einwohner kümmern sich sehr um ihr kleines Dörfchen: Aufräumaktionen und Strandreinigung sind für die Einwohner im Winter eine Selbstverständlichkeit, und obwohl von der Gemeinde kein Geld zur Verfügung gestellt wird, haben sie die leerstehende Gebäude in Eigeninitiative gestrichen und ansehnlicher zu gestalten. Auch finde ich das Angebot in den Geschäften weitaus abwechslungsreicher  als in …

Pyxida Art Café

Vielleicht erinnert sich ja der ein oder andere noch: In den Neunziger gab es in Lambi die “kleine Barstraße” und auf der Ecke zu dieser kleinen Barstraße Helenas Haus, “der” Inn Treff. Lambi in den 90er  Viele Nachmittage und Abende habe ich damals mit meiner Freundin Manu nach der Arbeit dort verbracht. Dazu wohnte noch meine andere Freundin  in der Ecke, somit war die Gegend mein zweites Zuhause. In der besagten Barstraße gab viele kleine Kneipen, direkt am Strand und dazu noch die Discos Kalua und Heaven. Ein richtig belebtes Viertel, wo Einheimische und Touristen in verschiedenen Altersgruppen tagsüber und abends das schöne Wetter genossen. Nun ja, inzwischen ist einiges an Zeit vergangen und ich war in den letzten Jahren selten in der Ecke: Beide Freundinnen sind schon seit vielen Jahren wieder in Deutschland, – Nachdem ich nun mal wieder dort war, hatte ich etwas abseits geparkt und bin durch die lebhaften Straßen von damals gelaufen: All die Lokalitäten sind inzwischen geschlossen, und auch sonst ist das Ganze abseits vom Strand eher ruhig. Ich bin …

Rita, Colin und Sue vom Tierschutzverein

Ein Thema das mir sehr am Herzen liegt: Leider ist der Umwelt- und Tierschutz in südlichen Ländern lange noch nicht so verbreitet und selbstverständlich wie in Nordeuropa. Definitiv die Seite, die ich in meiner Wahlheimat am wenigstens mag. Abgekippter Müll oder Hausrat wie Waschmaschinen, Matratzen oder Plastik findet man hier nicht selten wild in der Landschaft verstreut. Das ganze addiert sich dann im Sommer mit den Hinterlassenschaften einiger Touristen: der Abfall oder Aschenbecher wird aus dem Mietwagen einfach während der Fahrt aus dem Fenster geworfen, Flaschen, Plastiktüten am Strand einfach “vergessen”. Die Gemeinde reinigt natürlich Straßen und Strände, aber leider reicht das nicht aus. Ob es mangelnden finanziellen Mitteln liegt oder an Desinteresse. Man weiß es nicht. Gruppen von Freiwilligen treffen sich zusätzlich noch vor Beginn der Saison um Strandabschnitte von angeschwemmten Müll zu befreien. Ein Umweltbewusstsein entwickelt sich sehr langsam und vielen Einwohnern ist immer noch nicht bewusst, dass eine Insel übersät mit Abfall Auswirkungen auf die Haupteinnahmequelle, den Tourismus, haben könnte. Das Dilemma zieht sich natürlich auch weiter zu den Tieren: Leider gibt es …