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Die Windmühle von Antimachia auf der Insel Kos

Ich habe ja einen ganz besonderen Bezug zu der Windmühle: In meiner ersten Saison als Reiseleiterin 1993 hatte ich eine Wohnung direkt neben der Windmühle. Unter mir ein Kindergarten, neben mir ein „Kafenion“ (ein typisch griechisches Kaffeehaus). Zum Telefonieren musste ich in den einzigen Supermarkt des Ortes und stand dann telefonierend im Lager zwischen Kernseife und Waschmittel. Schon damals konnte ich täglich von meinem Balkon beobachten wie ein älterer Herr, ich glaube, er hieß Dimitris, die Segeltücher der Windmühle aufrollte. Die Geschichte der Windmühle geht zurück bis in das 19. Jahrhundert und sie ist mehr als 130 Jahre alt. Der erste eingetragene Besitzer und Betreiber der Mühle war der Priester des Dorfes, Ioannis Amallos. Er war auch derjenige, der die Windmühle nach dem großen Erdbeben 1933 wieder restaurierte und bis Ende der 70´er Jahre in Betrieb gehalten hat. Früher kamen die Menschen von allen Teilen der Insel mit ihren Eseln und brachten Getreide. Der Müller und sein Assistent wurden bezahlt, indem sie einen Teil des Mehls behalten durften. Viele Jahre war die Windmühle nicht mehr …

Friedhöfe auf Kos

Eigentlich ein komisches Thema für ein Feriengebiet, aber mich haben Friedhöfe verschiedener Kulturen schon immer fasziniert: Selbst in europäischen Ländern unterscheiden sich die Bestattungen und Ruhestätten: Beerdigungen sind in Griechenland sehr emotional, für mich an Tragik nicht zu überbieten und schwer zu ertragen: (nun ja, schön sind ja alle Beerdigungen nicht..) Griechische Beerdigung Es beginnt mit der Aufbahrung des Toten zu Hause, sodass alle Familienmitglieder und Freunde genügend Zeit haben, um Abschied zu nehmen. Tradition sind auch noch die „Klageweiber“, die während der gesamten Zeit mit der trauernder Familie den Verlust durch Wehklagen und Jammern zum Ausdruck bringt. Am Tag der Beerdigung folgt dann die Familie zu Fuß dem Leichenwagen zur Kirche, die Haustüre bleibt offen, sodass der Geist und die Seele den Weg nach draußen findet. Auch die Trauerfeier in der Kirche findet bei geöffnetem Sarg statt.  Auf dem Friedhof wird dann der Sarg ein letztes Mal geöffnet, das Gesicht nach Osten gedreht (in Richtung Eden) und mit einem Leintuch mit dem Abbild von Jesus Christus oder eines Kreuzes abgedeckt. Der Sarg wird mit …

Asklepion

Das Asklepion – das historische Highlight auf der Insel Kos

Ich war das 1. Mal 1993 im Asklepion und es hat mich damals schon sehr beeindruckt, obwohl ich nicht sonderlich geschichtlich interessiert bin. Aber zu sehen, dass die antiken Heilstätten schon damals den heutigen Krankenhäusern sehr ähnlich sind, hat mich schon sehr fasziniert. Und bis heute besuche ich die Kultstätte eigentlich jährlich im Winter oder Frühjahr und genieße die Ruhe und Aussicht. In solchen Momenten wird mir auch immer bewusst, was für ein Sandkorn in der Weltgeschichte ich selbst bin und wundere mich, ob es die Welt in weiteren 2000 Jahren noch gibt? Entwickeln wir uns vorwärts oder zurück? Fragen über Fragen  Warum wurde das Asklepion gerade dort gebaut? Und warum auf Kos? Gab es hier heilende Quellen, besondere Kräuter oder Energiefelder? Fragen, die mir niemand mehr mit Sicherheit beantworten kann. Laut Wikpedia gibt es ca. 300 Asklepions, aber das auf Kos gehört zu den bekanntesten als auch zu den schönsten weltweit. Abgesehen von der Geschichte hat es eine tolle Lage mit einem Blick über Kos Stadt bis zur türkischen Küste. Was ist überhaupt ein …

Inselmitte, die Bergdörfer von Kos

Die Inselmitte heißt auch gleichzeitig: Kleine idyllische Bergdörfer die noch mit Ursprünglichkeit überzeugen (außer Zia). Sie sind sehr klein und übersichtlich, also erwartet nicht zu viel: schmale Gässchen und typisch griechische Architektur mit kleinen traditionellen Steinhäuschen, viel Natur und ′ne tolle Aussicht, teilweise haben sie aber nicht mal einen Supermarkt. Inmitten der Insel auf der Hochebene liegt Pyli: Kennt man den Dorfplatz, kennt man Pyli 😉 Besonders bekannt ist Pyli durch seinen Brunnen: Seit Jahrhunderten sprudelt dort frisches Quellwasser. Ich finde es schmeckt besser als manch anderes Wasser, wenn man das von Wasser überhaupt behaupten kann, 😉 leider gelingt es mir viel zu selten, mich dort, wie viele andere Inselbewohner mit dem frischen Wasser zu versorgen. Asomatos: Die Kirche ist mein persönlicher Favorit auf der Insel und beide meiner Mädels wurden dort getauft. Daneben eine leckere und ursprüngliche Taverne, namens Kazino. (leider sehr unregelmäßig geöffnet) – nicht nur wegen des Essens eines meiner Lieblingsrestaurants – ich bin zudem ein bekennender Fan der Eselin Elisabeth, die dem Besitzer gehört. Lagoudi Ein Minidorf mit ca. 100 Einwohnern. …