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Kos unter der Corona Quarantäne

Corona Covid19

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Corona – vor acht Wochen noch weitgehend unspektakulär und nun leben wir schon mehr als vier Wochen mit weltweiten Einschränkungen. Auch hier haben wir Kontaktsperre: Die meisten Geschäfte haben geschlossen, selbstverständlich auch Cafés und Restaurants. Von Anfang an wurden in den Supermärkten nur eine gewisse Anzahl von Menschen erlaubt, Abstandhalter sind in den Minimärkten auf den Boden eingezeichnet.

SMS geschickt?

Verlassen wir das Haus, müssen wir eine SMS verschicken: Nummern von 1 bis 6 geben den unterschiedlichen Anlass an:

Die 1 steht beispielsweise für einen Arzt- oder Apotheken Besuch, die 2 für den Einkauf, die 6 für die Hunderunde. Dann gibt es noch die Bank, Beerdigung/ Taufe oder Hochzeit (alles in sehr kleinem Rahmen) und die Hilfestellung für Kranke und alte Leute. Kontrolliert wird streng. Überall ist Polizei Präsenz, die man so auf der Insel nicht gewöhnt ist. 😉

Corna Hundeunde

An Ostern Ausgangssperre

Am Osterwochenende hatten wir sogar Ausgangssperre, dass sich für das 1. Mai Wochenende wiederholen wird.

Ab 04. Mai sollen wieder kleine Geschäfte öffnen, ab 11.05 dann die Schulen, zumindest für die Schüler der Oberstufe.

Der Flugverkehr wurde bis zum 15.05 storniert, auch kann man über den Land- und Seeweg bis auf Weiteres nicht einreisen. Ende Mai sollen dann wieder die Restaurants, Cafés und archäologische Stätten öffnen.

Nähere Infos auf der Seite des Auswärtigen Amts.

Öffnen die Hotels im Juli?

Mitte Juni können eventuell die ersten Hotels auf dem Festland öffnen. Ab Juli dann auf den Inseln. Der Minister des Tourismus möchte für diese Sommer Saison nur einige Destinationen in Griechenland Urlaubsgäste zugänglich machen. Ob Kos dabei ist, ist nicht bekannt.

Auch wird über einen Gesundheitspass  für die Einreise diskutiert, aber auch das ist nicht ausgereift, da die Inkubationszeit ja über mehrere Tage geht.
So weit der momentane Plan, der sich natürlich jeder Zeit wieder ändern kann. Zur Durchführung gehören selbstverständlich auch das Auswärtige Amt, die Reiseveranstalter, Hotels und Fluggesellschaften, die mitspielen.

Genaues weiß man nicht

Die Gerüchteküche vor Ort brodelt und einige Hotels wollen angeblich diesen Sommer nicht aufmachen. Fakt ist, dass viele kleine Familien Hotels kaum die finanziellen Mittel haben, eine verspätete Eröffnung zu verkraften. Die großen Anlagen, die hauptsächlich das AI Konzept inklusive Unterhaltungsprogramm anbieten, müssen sich komplett umstrukturieren.

Abstand halten in den Pools, den Restaurants, beim Sport- und Abendprogramm, an der Bar, im Mini Club? Kaum machbar. Bei den All-inclusive-Hotels kommt hinzu, dass die Gäste hauptsächlich ihren Urlaub in der Anlage verbringen, was das Sicherheitsrisiko natürlich erhöht bei einer großen Anzahl von Menschen.

Ein Massenausbruch von Corona wäre fatal, da unser Krankenhaus nur für eine minimale medizinische Versorgung ausgerichtet ist.

Zwei Corona Fälle 

Bis jetzt waren wir so gut wie Corona frei,  wir hatten zwei Fälle auf der Insel, beide allerdings nicht schwerwiegend. Beatmungsbetten gibt es hier nicht, im Krankenhaus gibt es nur wenig Platz, um die Verdachtsfälle zu separieren.

Eine schwierige Entscheidung: Ohne Tourismus für die Insel eine wirtschaftliche Vollkatastrophe.

Allerdings sehe ich persönlich nicht eine Lösung, wie Urlaubsgäste und Personal hauptsächlich in den Hotels risikofrei geschützt werden können.

Ostern in Corona Zeiten

Die Ungewissheit macht mir am meisten zu schaffen. Die letzten vier Wochen haben wir allerdings gut überstanden. Ich war beruflich im Homeoffice noch beschäftigt, langweilig wurde mir nicht 😉

Im Winter ist hier auf der Insel eh viel geschlossen, sodass es mir persönlich die Beschränkungen nicht so auffielen. Ich genieße die Ruhe immer sehr, aber die Besuche von und bei Freunden und gemeinsames Tavernen Essen fehlen mir. Auch Ostern war im kleinen Kreis ungewöhnlich, was aber nicht heißt, dass wir keine tollen Feiertage verbracht haben. Allerdings hatte sich eigentlich die beste Freundin aus Deutschland angekündigt, was natürlich nicht klappte und mich etwas wehmütig machte. Auch weiterer geplanter Besuch von Deutschland ist erstmal auf Eis gelegt 🙁

Ostern in Corona Zeiten

Das Hühnchen ist selbstverständlich nicht für mich 😉 dafür der Feta in den Alupäckchen.

Family intern

Mein großes Töchterchen weilt immer noch in Kanada, geht jetzt von Vancouver nach Yukon in die Natur zum Farm Stay.  Emily ist hier und liefert sich eine tägliche “Sleeping Challenge”  mit den Katzen, die sie meistens gewinnt. Sie kämpft tapfer mit Netflix, kochen,  Zimmer umstellen und dekorieren gegen die Langeweile. Das Wetter ist unbeständig, was das zu Hause bleiben natürlich noch zusätzlich etwas einfacher macht. Die nächsten Wochen werde ich mich mal wieder auf mein Fahrrad schwingen, ausgedehnte Spaziergänge machen,  euch mit neuen Routen und Infos versorgen und mich ausgiebig dem Haushalt widmen und hoffen, dass sich bis dahin der Virus in Luft aufgelöst habt. 😉 

Bleibt mir alle gesund!