Mein Leben

Wochenende in Athen

Akropolis Athen

Natürlich möchte ich es nicht versäumen, dir von unserem Wochenende in Athen zu berichten. Ich war schon einige Jahre nicht mehr in Athen. So war es noch eine gute  Gelegenheit vor der Saison eine kleine Auszeit zu genießen. Das Töchterchen steht ja in diesem Jahr vor ihrem Abitur. Der Stress wird auch für sie in den nächsten Monaten nicht weniger  und wir werden uns bis zur Abitur Feier dann gar nicht mehr sehen. 🙁

Der Flug nach Athen

Von Kos sind wir mit Sky Express nach Athen geflogen. Melina kam von Frankfurt mit Ryan Air. Von und nach Kos gibt es Winter außer Sky Express nur noch Aegean Airlines. Somit hält sich der Andrang am Flughafen in Grenzen und ist mit dem sommerlichen Chaos nicht zu vergleichen.
Wir flogen mit einer kleinen Propeller Maschine, die nur zur Hälfte belegt war, also so ca. 20 Passagiere. Aufgrund eines Sturms war der Flug  (und vor allem der Anflug in Athen) recht unruhig und ich war doch etwas blass um das Näschen als wir nach 45 Minuten den Athener Flughafen erreichten.

kleine PropellermaschineNachdem Melina erst um 22.30 Uhr gelandet war, haben wir uns entschlossen, mit dem Taxi anstelle mit Metro oder Bus ins Zentrum zu fahren. Die Taxen sind ja dort im Vergleich zu Kos noch recht günstig. Die Strecke kostete uns 42 € für ca. 40 km, die Metro kostet pro Person 9 €, allerdings sind Kinder unter 18 Jahren kostenlos.

Unser Hotel in Athen

Unser Hotel Evripides lag im Zentrum ( Monastiraki ), ein nettes kleines Hotel mit tollem Blick auf die Akropolis und (sehr angenehm) gutem Frühstück.

 

Nur wenige hundert Meter von der Metro Station Monastiraki entfernt. Etwas hellhörig, aber das ist ja bei vielen Hotels in Athen nicht ungewöhnlich.  Jedoch keinerlei Straßenlärm von draußen. Die Gäste im Hotel waren international und interessant. Bis auf den letzten Morgen, als sich eine deutsche Schulklasse mit Lehrern einquartierte. Die Schüler verhielten sich unauffällig, umso mehr fielen die Lehrer auf.
Ein sprechendes Plüsch Eichhörnchen auf deren Tisch unterhielt morgens um 7.30 Uhr mit plärrender Stimme den gesamten Frühstücksraum. Die Lehrer fanden es amüsant, der Rest der Gäste und das Personal eher weniger. Fünfer Tische mit zwei Personen zu belegen, sodass Familien keinen Platz fanden, war der nächste Faux Pas der netten Lehrer Runde. Unglaublich wie viele Egoisten unterwegs sind. Bei so etwas könnte ich ja regelmäßig aus der Haut fahren 😉

Aber sonst gibt es nichts Negatives über das Hotel zu berichten, außer dem recht anhänglichen und schmuse bedürftigen Duschvorhang 😉

Auch hier Regen 🙁

Am Freitag dann, welch eine Überraschung, es regnete. Aber Monastiraki bietet genügend Auswahl an Geschäften, um sich im Trockenen aufzuhalten: Schuh- und Klamotten Geschäfte, ganz viel Schnickschnack, welche Teenager Herzen höher schlagen lassen.  Schmuck, Handy Hüllen oder ähnliches. Wobei es bei uns etwas schwieriger ist: Emily kann vom Shopping nicht genug bekommen, Melina rümpft bereits nach dem 2. Geschäft die Nase.  Aber bei soviel Neuem konnte sich sogar Line dafür begeistern.

In einer kurzen Trockenphase machten wir uns mutig Richtung Akropolis auf, aber wurden schon nach ein paar Metern von einem heftigen Regenschauer überrascht, und endeten so in dem wirklichen niedlichen Café Yiasemi. Kann ich nur empfehlen. Sehr netter Service und alles  liebevoll eingerichtet. Nachdem der Regen nicht mehr aufhören wollte, wurde der Akropolis Besuch auf Sonntag verschoben 😉

Mehr an Restaurant Tipps wird es in diesem Beitrag nicht geben. Wir haben nur asiatisch und indisch gegessen. Griechisch können wir ja immer. 😉  Nur Melina wollte dann am letzten Abend noch griechisch essen gehen.

Metro fahren in Athen

Als interessierte Touristin hatte ich natürlich den Marco Polo Reiseführer von Klaus Bötig    (Werbelink) dabei. Dort fanden wir den Tipp über das Hellenic Cosmos  und haben uns auf den Weg  mit der Metro gemacht. Metro fahren in Athen gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Sehr überfüllt und aufgrund der großen Anzahl Menschen, der Mitfahrenden,  wird man natürlich auch mit vielen verschiedenen Gerüchen konfrontiert, von denen einige (viele) sind nicht sooo angenehm sind 😉 Aber das Streckennetz ist einfach zu verstehen und Tickets kann man auch ohne Griechisch Kenntnisse am Automaten erwerben.

Das Hellenic Cosmos Kultur Zentrum

Im Hellenic Cosmos Kultur Zentrum wird die griechische Geschichte und die Entwicklung von verschiedenen Gebieten wie beispielsweise  Sport, Astrologie, Medizin, Architektur, Mathematik und viele weitere Bereiche bis heute anschaulich an Tafeln, Filmen und Displays dargestellt.

Danach fuhren wir noch in die größte Shopping-Mall von Athen, sehr modern und riesig, um immer dem Regen zu entkommen.

Athen hat sich in den letzten Jahren etwas gemausert, aber es gibt immer noch viele alte, heruntergekommene Gebäude. Auffällig ist die Graffiti Malerei überall. Von tollen Designs bis zu Schmierereien, alles scheint besprüht zu sein.

Grafitti in Athen

Am Samstag machten wir dann eine Athen Erkundung zu Fuß- vorbei an der Bibliothek (leider am Wochenende geschlossen) und am Politechnio wo der Aufstand der Studenten im Jahre 1974 blutig endete.

Bibliothek in Athen

Das National Museum

Zum Abschluss sind wir dann ins Archäologische National Museum, welches ich jedem Athen Besucher empfehlen kann (fast ein Muss, wegen der tollen Geschichte.)

Geballte Kultur, an historischen Statuen der griechischen Götter kann man sich hier kaum satt sehen. Danach braucht man erst mal wieder etwas Zeit um sich an das Jetzt und Hier wieder zu gewöhnen. Ideal, um wieder etwas durch das Zentrum in Plaka zu bummeln.

Abends dann noch kurz einen Abstecher auf dem Schokoladen Festival. Da wurde Schoki in verschiedenen Variationen angeboten. Unterschiedlichen Hallen eines alten Fabrikgebäudes boten alles an Schokolade oder was man aus Schokolade machen kann.  3 € Eintritt, um die verschiedenen Schoko Spezialitäten  zu kosten, waren separat zu bezahlen, aber der Eintritt hat sich für das Gelände an sich schon gelohnt.

Schokoladen Festival

 

Endlich Sonne am letzten Tag

Am Sonntag endlich kein Regen mehr, teils sogar etwas sonnig und somit perfekt um die Akropolis in Angriff zu nehmen. Wir sind alle keine Fans von Massenveranstaltungen und haben uns schon recht früh auf den Weg gemacht. Selbst die Katzen in Athen waren um diese Uhrzeit noch sehr verschlafen.

Obwohl wir während unseres Aufenthalts in Athen nur verhältnismäßig wenig Touristen gesehen haben, wurde es gegen die Mittagszeit dann doch sehr voll auf der Akropolis. Wir waren froh, dass wir die Antike Stätte ohne Touri Andrang genießen konnten. (Eintritt November bis März 10 €). Sehr kostengünstig, wenn man bedenkt, dass unser Asklepion auf Kos schon 8 € Eintritt im Sommer kostet. Kinder bis 18 Jahren sind frei.

Danach haben wir den sonntäglichen Flohmarkt besucht. Von Trödel bis Hin zu sehr viel selbst Gemachten (besonders Schmuck)  findet man dort alles. Sehr schön um den Sonntag zu genießen.

Athen gehört nicht zu meinen Lieblings Städten. Es ist an vielen Stellen heruntergekommen und nicht gerade eine attraktive Großstadt. Traurig, wenn man bedenkt, wie viel doch erst zu den olympischen Spielen in die Stadt investiert wurde und nun es schon wieder alles so armselig aussieht.

vrlaasenes Gebäude im Zentrum Athens

 

Aber trotz allem oder gerade deswegen hat es Charme und ist allein schon wegen der Akropolis ein Besuch wert. Wir haben definitiv unsere Tage sehr genossen!