Essen & Trinken

Das verlassene Dorf Haihoutes

Aussicht in Haihoutes

Haihoutes kennt ihr vielleicht schon von meinen persönlichen Top 10! 

Ihr findet es auf dem Weg vom Asklepion nach Zia. Nur wenige Kilometer vor Zia seht ihr eine Abzweigung.

Der witzige Name stammt eventuell ab von der Haihoudes Familie, den ersten Bewohner des verlassenen Dorfes. Haihout heißt Armenier.  Viele der Armenier haben sich während der türkischen Besetzung dort niedergelassen. 1821 gab es hier ungefähr 35 Häuser umgeben von Oliven Hainen und Weinbergen.  Im 2. Weltkrieg flohen viele Einwohner von Kos Stadt nach Haihoutes. Die Einwohnerzahl vervielfachte sich.  Aufgrund dessen wurde eine Schule gegründet. 1959 gab es 40 Schüler, die in dem niedlichen, kleinen Dörfchen die Schulbank drückten.
In den 60er zogen allerdings viele der Bewohner, wegen der mangelnden Infrastruktur, wieder zurück in die Stadt. In den 80er war das Dörfchen schon fast komplett verlassen und im Jahre  2007 verließ der letzte Bewohner Haihoutes.

Was kam dann?

Bis 2012 war das Dorf unbewohnt und glich einer kleinen Geisterstadt. Bis Alexis und Maria kamen!  Alexis, ursprünglich aus Athen, hatte die Idee dem verlassenen Ort neues Leben einzuhauchen.
Erst war es der Einfall vom simplen Getränkeverkauf, der sich recht schnell zu der fixen Idee entwickelte, eine traditionelle Ouzerie zu eröffnen. Marias Verwandtschaft hatte noch etwas Land in Haihoutes und die Verwirklichung der Vision begann.
Es entstand zwar keine Ouzerie, aber ein nettes kleines Café/Taverne mit viel Liebe zum Detail und Ursprünglichkeit.

Haihoutes ist nicht an das lokale Stromnetz angeschlossen. Es wird alles mit eigener Solarenergie betrieben. Nicht unbedingt einfach, wenn man Gäste zu versorgen hat. Aber Alexis und Maria schlagen sich wacker. Inzwischen gilt Haihoutes unter den Einheimischen lange nicht mehr als Geheimtipp. Wir haben schon im 1. Jahr bei Alexis schöne Abende verbracht und ich freue mich sehr, dass es Haihoutes auch sechs Jahre später noch gibt.

Die Speisekarte ist klein, aber fein und lecker- die Ambiente auf der Insel einzigartig.
Es gibt übrigens auch ein kleines Ferienhäuschen  dort oben zu mieten.
Sehr schnuckelig und individuell.  Meine Tochter wollte sofort einziehen 😉

Es lohnt sich auch für ein paar schöne, skurrile Foto Motive vor den alten Ruinen ein paar Meter zur Kirche Ag. Dimitrios zu laufen. Ihr könnt in den Glockenturm hinauf gehen und die tolle Aussicht genießen. Wenn es nicht zu heiß ist lohnt sich auch die Mini Bergwanderung.

Das Café ist (außer montags) täglich von 09.00 bis spät abends geöffnet.

Freitags ab 21.30 Uhr und Sonntags ab 20.00 gibt es Live Musik.
Die Angaben sind griechische Zeitangaben und können sich etwas nach hinten verschieben. 😉