Olivenöl

Die Olivenölfabrik Hatzipetros auf Kos

Last Updated on Dezember 13, 2020 by Anja

Die Hatzipetros Olivenfabrik liegt auf der Hauptstraße zwischen Tigaki und Marmari. Auf  der linken Seite von Kos kommend und kann man eigentlich kaum übersehen.

Lisa, Schwiegertochter in der 3. Generation, hat uns herzlich begrüßt und ich habe durch sie viel Neues in der “Olivenwelt” gelernt:
Weltweit gibt es ca. 250 verschiedene Olivensorten, in Griechenland ca. 60 und auf Kos immerhin noch 7.
Die Ernte der grünen Oliven beginnt im Oktober bis Anfang Februar, die der schwarzen im November und zieht sich bis März.
Acht Kilogramm der grünen Oliven und fünf Kilo der schwarzen ergeben gerade mal einen Liter Öl.

Woran erkenne ich ein gutes Olivenöl?

Ein gutes Olivenöl erkennt man unter anderem am Säuregehalt:

Er sollte 0,8 % nicht überschreiten. Der Säuregehalt des Öls der Hatzipetros Familie liegt bei 0,4 %.  Er ist allerdings nicht auf den Flaschen oder Dosen aufgedruckt, da er sich jährlich ändert. Die Behälter hingegen aber für mehrere Jahre verwendet werden. Jedoch ist der Säuregehalt nur einer der Wert von den insgesamt 27, die von der EU zur Olivenöl Analyse zugrunde liegen.

Nach der Ernte entsteht ein Gärungsprozess und das Öl oxidiert. Aufgrund dessen ist es wichtig, dass die Oliven am Erntetag mahlt und presst. Aber auch sind für gutes Öl gesunde Oliven und die richtige Lagerung nach der Pressung wichtig.

Wie entsteht Olivenöl?

Die Pressung der Oliven erfolgt direkt nach der Ernte. Nach der Trennung der Oliven von Stiele und Blättern werden diese 2x gewaschen, dann inklusive des Kerns zerstampft, in dem wiederum das wertvolle Öl enthalten ist.  Danach wird die Masse mit bei 26 – 28 Grad Wasser gemischt, also “kalt gepresst”. So entsteht der Oliven Brei, den man danach wieder in der Zentrifuge vom Wasser trennt. Übrig bleibt das reine Olivenöl, dass dann in Kanister abgefüllt wird.

Hatzipetros Olivenöl

Nachhaltigkeit bei der Produktion Hatzipetros 

Toll finde ich ja, dass bei der Familie Hatzipetros bei der Herstellung des Olivenöls sämtliche Reste recycelt werden:

Das Wasser wird zur Bewässerung der Bäume abgeleitet. Die Reste der Pressung verwendet man als Humus, als Zusatz für Tierfutter und neuerdings sogar als organischer Brennstoff.

Natürlich darf man alle Olivenöle probieren. Neben dem selbst gepressten Olivenöl gibt es zudem noch Oliven, Olivenholz sowie auch Kosmetik mit Oliven als Bestandteilen zu kaufen, allerdings nicht aus eigener Produktion.

Lieben Dank Lisa für die tolle Führung und Einweisung die Produktion von Olivenöl! 🙂

Einen Artikel über die Olivenölfabrik Papadimitriou findet ihr hier

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